Die Künstlerkarriere von Agapito Labios begann eher ungewöhnlich, nämlich im Gefängnis. Dort verbüßte er eine Haftstrafe während der Mexikanischen Revolution. Um sich die Zeit zu vertreiben, begann er die Wände seiner Zelle zu bemalen. Das er dies mit einigem Talent tat, fiel auch einem Wärter auf, der ihn bat, seine Kinder zu malen.

Kinder wurden zum Markenzeichen von Labios' Bildern, in den meist ein einzelnes Kind vor einem wechselnden Hintergrund steht, bei dem es sich um ein häusliches Interieur oder um eine belebte Szene in der Stadt oder auf dem Land handelte. Labios verkaufte seine Werke in seinem eigenen Kunst- und Antiquitätengeschäft in Mexico City. Eine Sammlerin seiner Bilder war die amerikanische Schauspielerin Katherine Hepburn.

José Mijares arbeitet als Maler, Graveur und Designer in Miami, Florida. Geboren wurde er jedoch in Havanna auf Kuba, wo er 1938 an der Escuela Nacional de Bellas Artes “San Alejandro” Malerei studierte. Zwanzig Jahre später kehrte er als Professor dorthin zurück.

Im Alter von 47 Jahren musste Mijares seine Heimat jedoch verlassen. Sein Exilleben führte ihn nach Miami, wo er noch heute lebt. Die Werke von Mijares waren Teil zahlreicher Ausstellungen und auch 1952 bei der Biennale von Venedig zu sehen. Außerdem sind sie in vermiedenen Sammlungen US-amerikanischer Museen zu finden, darunter in New York, Washington und natürlich Miami.

Die künstlerische Karriere von Víctor Delgado ist in zwei Bereiche unterteilt: Die Fotografie und die Malerei. Während seiner Schulzeit, die er zunächst auf Kuba, später in den USA verbrachte, wurde ihm jedes Talent als Maler abgesprochen. So entschied sich Delgado, der in New York lebte, für die Fotografie und wurde darin sehr erfolgreich. Er erhielt Aufträge für Fotoserien von diversen Mode- und Reisezeitschriften und war dafür auf der ganzen Welt unterwegs.

Delgado machte aber auch Portraitaufnahmen von kubanischen Künstlern, darunter José Mijares, wodurch er wieder in Kontakt mit der Malerei kam und sie seitdem erfolgreich betreibt.

Wie auch José Mijares studierte René Martín Kunst an der Escuela Nacional de Bellas Artes “San Alejandro” in der Hauptstadt Kubas. Seine erste Ausstellung hatte er im Jahr 1985. Mehr als sechzig weitere Einzel- und Gruppenausstellungen in den USA, auf Kuba sowie in Costa Rica und seiner Wahlheimat Mexico sollten bis 2014 folgen.

Widmete sich Martín zunächst der Landschaftsmalerei, nahm er mit der Zeit vermehrt surrealistische Elemente in seine Gemälde aus Acryl- oder Ölfarben auf, sodass man seinen Stil heute als "tropischen Surrealismus" bezeichnen kann. Dessen Markenzeichen ist der in unmöglichen Situationen wachsende Urwald. Dieser schwimmt meistens, nachdem er aus einer Frucht oder Eierschale gewachsen ist, einsam auf dem Meer. Martín möchte auf diese humorvolle art auf Umweltprobleme aufmerksam machen.

Der letzte Maler, den wir Ihnen vorstellen möchten, kam 1954 in Chile zur Welt. Carlos Aceituno Cantillana studierte Bildhauerei an der 1622 gegründeten Universidad de Chile, an die er 1977 als Professur berufen wurde.

In seinen Werken gibt uns Cantillana Einblicke in das ländliche Leben Chiles. Genauer gesagt, in das Leben im Colchagua-Tal in der gleichnamigen Provinz, deren Hauptstadt San Fernando ist, wo Cantillana geboren wurde.

Diese und viele weitere Werke lateinamerikanischer Künstler stammen aus einer Privatsammlung in Miami und werden am 29. Juni im Auktionshaus Isbilya in Sevilla versteigert. Auktionsbeginn ist um 19 Uhr. Neben den Objekten der Sammlung kommt weitere Zeitgenössische Kunst sowie Kunsthandwerk zum Aufruf.

Am 28. Juni stehen bei Isbilya weiteres Kunsthandwerk sowie Alte Gemälde und Schmuck auf dem Programm.

Entdecken Sie das aktuelle Angebot von Isbilya hier bei Barnebys.

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