Im Februar 2016 löste der britisch-indische Künstler Anish Kapoor in der Kunstwelt einen Skandal aus, als er exklusiv das schwärzeste jemals hergestellte Farbpigment präsentierte: Vantablack.

Zu jener Zeit existierte kein vergleichbares Material, die in der Lage gewesen wäre, 99,96% des Lichts zu absorbieren und das Monopol, das Kapoor für die ultrapure und gesuchte Farbe für sich behauptete, verärgerte seine Künstlerkollegen.

Der britische Künstler Christian Furr reagierte entsprechend heftig in der Daily Mail: „Ich habe noch nie von einem Monopol gehört, dass ein Künstler für ein Material beansprucht hätte. Turner, Manet, Goya… Die größten Künstler waren alle von einem reinen Schwarz besessen. Dieses Schwarz ist wie Dynamit in der Kunstwelt. Wir alle sollten es in einen bestimmten Maß verwenden können. Es ist nicht gerecht, dass es nur einer einzelnen Person zur Verfügung stehen soll.“

Dank NanoLab hat diese Frustration nun ein Ende. Tatsächlich präsentiert das Unternehmen jetzt ein neues ultraschwarzes Pigment vor, das frei verkäuflich sein wird: Singularity Black.

Das Material - 2011 erdacht und realisiert für ein Projekt von NanoLab mit der NASA - kombiniert Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit einer Bindemittel, das der Stabilisierung des Pigments dient.

Um Singularity Black unter besten Bedingungen zu verwenden, wird empfohlen, es zu pulverisieren und es idealerweise auf eine metallene Oberfläche zu sprühen. Nach dem Auftrag muss die Farbe auf 600°C erhitzt werden, um das Bindemittel zu eliminieren. Außerdem darf sie nicht berührt werden, um seine Eigenschaften nicht zu stören.

Jason Chase ist der erste Künstler, der Singularity Black verwendet hat. Sein erstes Werk damit trägt den Titel Black Iron Ursa. Es zeigt einen ultraschwarzes Bärchen in einem Kreis in den Farben des Regenbogens. Der Bär, obgleich dreidimensional ausgeführt, erscheint flachgedrückt durch die Intensität der Farbe.

Jason Chase, Black Iron Ursa, kreiert mit Singularity Black von NanoLab Courtesy of Jason Chase Jason Chase, Black Iron Ursa, kreiert mit Singularity Black von NanoLab
Courtesy of Jason Chase

„Wenn ich auch der erste Künstler bin, der diese Technologie verwendet hat, möchte ich sie mit meinen Kollegen und Sammlern teilen. Es ist wichtig, etwas Verfügbares weiterzugeben, damit es auch andere Künstler verwenden können“, sagt Jason Chase in einer Mitteilung. „Es sind die Künstler, die Neues einführen und Materialien über sich hinaus wachsen lassen.“

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