ArtStudion ist die „Galerie-Abteilung“ des Auktionshauses Tajan. ArtStudio veranstaltet mehrmals im Jahr Einzel- und Sammelausstellungen, um das zeitgenössische Schaffen zu fördern.

Nach der Retrospektive „Over the Golden Gate, 1960-1990“ mit Künstlern von der Bucht von San Francisco sowie „Kunst und Design ohne Grenzen“ mit vielen aufstrebenden zeitgenössischen Künstlern, erneuert Tajan das Projekt im Februar mit dem deutschen Künstler Karl-Horst Hödicke, dem eine beispiellose Ausstellung mit zwanzig seiner Werke gewidmet wird. Alle Kunstwerke der Auktion stehen zum Verkauf (zum Festpreis).

Karl-Horst Hödicke wurde 1938 in Nürnberg geboren. Schon bald zog es den Künstler nach Berlin, eine Stadt, die tief und beständig mit seiner Arbeit verwachsen ist.

„Für mich wird jemand, der die Welt auf der Suche nach einem bestimmten Ort bereist, unweigerlich in Berlin landen. Ich glaube, dass man heute noch immer jene Stadt sehen kann, die ich versucht habe, in meinen Bildern zu zeigen“, sagt der Künstler.

K. H. Hödicke, Berlin 2017 © Angelika Platen K. H. Hödicke, Berlin 2017
© Angelika Platen

In den 1950er Jahren begann Karl-Horst Hödicke auf grober Leinwand, mit verschiedenen Stilen und intensiven Farben zu malen. Zu der Zeit war Deutschland zerstört und geteilt, für Kunst gab es keinen Platz. Galerien gab es so gut wie gar nicht, sodass Hödicke seine Arbeiten in einem Raum ausstellte, den er sich mit anderen deutschen Künstlern teilte.

In einem Interview mit dem Kurator, Kritiker und Kunsthistoriker Hans Ulrich Obrist sagte Hödicke: „Damals in Berlin gab es nichts, das man als Kunstmarkt hätte bezeichnen können, die Arbeiten wurden nicht verkauft.“

1960-1980 entwickelte Karl-Horst Hödicke eine heftige, sorglose und hedonistische Art der Malerei und wurde so allmählich zum Vater der „Neuen Wilden“, einer Kunstbewegung, die zur Erneuerung der deutschen Kunst beitrug.

BRANDENBURGER TOR, 1990 Kunstharz/Lwd., 190 x 130 cm BRANDENBURGER TOR, 1990
Kunstharz/Lwd., 190 x 130 cm

Jenen Künstlern bedeutete die Frage nach dem Figurativen oder Abstrakten wenig, sie wechselten ständig ihren Stil.

Es ist der Moment, der mehr als die Methode zählt. In den Bildern von Karl-Horst Hödicke spüren wir verschiedene Emotionen wie Angst, Freude, Überraschung und Hoffnung.

Karl-Horst Hödicke wurde 1983 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet sowie 1998 mit dem Fred-Thieler-Preis für Malerei.

Die Ausstellung wird zwanzig seiner Werke zeigen, darunter exklusiv einige , die noch nie gezeigt wurden und direkt aus seinem Atelier stammen.

Verkaufsausstellung Karl-Horst Hödicke „Ich bin ein Berliner“

Vom 8. bis 15. Februar 2017 - Montag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag 11-18 Uhr

Espace Tajan, 37 rue des Mathurins 75008 Paris

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