Uppsala Auktionskammare, gegründet 1731, ist eines der ältesten Auktionshäuser, das noch immer existiert. Als eines der führenden Auktionshäuser in Schweden hat Uppsala Auktionskammare die Versteigerung einiger der wichtigsten schwedischen Besitzungen verwaltet und dabei beeindruckende Ergebnisse erzielt. Zum Beispiel hat sich das Haus zu einem der führenden europäischen Spezialisten für ostindische Keramik und Porzellan entwickelt. Bei den Auktionen im Herbst kommen einige bedeutende schwedische Sammlungen unter den Hammer.

Während der bedeutenden Auktionswoche vom 5. bis 9. Dezember werden mehrere  Objekte aus vielen wichtigen Sammlungen und Epochen versteigert. Zum Aufruf kommt klassische, moderne und zeitgenössische Kunst sowie Kunstwerke aus Russland und Asien.

Die drei famille rose-Untertassen mit der sechsteiligen Yongzheng-Marke in Unterglasurblau im Doppelkreis, gehörten einst dem Sammler Gustaf Wallenberg, der von 1906-18 schwedischer Gesandter in Tokio und Peking war.

Ein weiteres Objekt aus der Envoyé Gustaf Wallenberg Collection ist die gelbe "Medaillon"-Schale mit famille rose-Dekor und einer Guangxu-Marke.

Eines der selteneren Exemplare ist der prächtige, teilvergoldete Weihrauchbrenner aus Bronze in komprimierter Kugelform mit zwei aufgerichteten Schlaufengriffen, der auf drei kurzen, sich verjüngenden Füßen steht. Die Basis ist mit einer apokryphen zweistelligen Xuande-Siegelmarke in einer vertieften Kartusche gekennzeichnet. Angefertigt wurde das interessante Objekt im 17. oder 18. Jahrhundert. Der Brenner stammt aus einer schwedischen Sammlung und wurde um 1900 von einer Begleitarzt Sven Hedins nach Schweden gebracht.

Unter den Losen mit Moderner Kunst befindet sich eine Sammlung von Originalarbeiten von Karel Appel, einem der prominentesten Künstler der CoBrA-Gruppe sowie vom niederländischen Künstler Anton Rooskens. Das beeindruckende Waiting in Space, das Appel 1970 malte, wurde 1990 von der Galerie Moos Ltd in Toronto an eine schwedische Sammlung verkauft. Insgesamt befinden sich 22 Werke der beiden Künstler in der Auktion.

Der französische Künstler Fernandez Arman fertigte Togo (Gold, red and blue) in einer Auflage von 60 Exemplaren an. Die Provenienz ist Art Multi, Paris und das Kunstwerk ist im Archiv Denyse Durand-Ruel unter der Archivnummer 5958 registriert.

Aus England stammt der zeitgenössische Künstler Antony Gormley. Seine einzigartige Skulptur Seam von 1998 wurde noch im selben Jahr im Contemporary Sculpture Center in Tokio, Japan, ausgestellt.

Mehrere skandinavische Designer sind in der Abteilung für modernes Design vertreten, darunter Axel Einar Hjorth, Josef Frank, Ib Kofod-Larsen, Ole Wanscher und Finn Juhl. Sie können auch einige der großartigen Teppiche von Märta Måås-Fjetterström und Keramik von Birger Kaipianen und Axel Salto ersteigern. Italien ist mit Objekten von Gio Ponti oder Fulvio Bianconi vertreten. Von Bianconi stammt eine figürliche Vase, die er um 1950 für die renommierte Glasmanufaktur Venini in Murano entworfen hat.

Einer der Höhepunkte aus der Auktion mit Russischer Kunst ist das Ölgemälde Apotheose der Kunst von Ilya Repin. Das Werk wird in den Nachlassunterlagen von Repin vom 14. Juni 1931 erwähnt. 1943 wurde es von Rechtsanwalt Karl Yngve Vendel von der Tochter des Künstlers, Vera Repina, erworben.

Ein prachtvolles Objekt, das die hohe Handwerkskunst im Russischen Zarenreich belegt, ist eine Lampe aus vergoldeter Bronze und geschliffenem Glas, die Andrei Schreiber um 1800 in Sankt Petersburg anfertigte. Etwa zur gleichen Zeit schuf die Werkstatt Werner & Mieth in Berlin einen herausragenden Kronleuchter, der noch dem Louis XVI-Stil zuzuordnen ist.

Ebenfalls auf deutschem Gebiet wurde im 17. Jahrhundert dieser innen vergoldete Deckelkrug vom Augsburger Silberschmied David I. Schwestermüller geschaffen. Ganz dem Stil des Barock entsprechend, weist das Stück ein reiches Reliefdekor auf.

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