Tobias Rehberger in der Schirn Kunsthalle. Die Retrospektive zu seinem Werk wurde im Herbst 2013 gezeigt. Photo: Alex Kraus via Die Welt Tobias Rehberger in der Schirn Kunsthalle. Die Retrospektive zu seinem Werk wurde im Herbst 2013 gezeigt. Photo: Alex Kraus via Die Welt

Rehberger hatte eine Sitzgruppe für den Nachtclub NuSoul designt, die in einer speziellen Anordnung den Raucherbereich formten. Die ehemaligen Nachclubbesitzer gaben nun an, dass kostbare Werk sei nach der Zwangräumung zerstört worden, die die Besitzer der Räumlichkeiten durchgeführt hatten, da der Nachtclub mit Mietzahlungen in Verzug lagen.

Rehberger auf seiner Sitzinstallation im NuSoul Rehberger auf seiner Sitzinstallation im NuSoul

Während die Kläger vor Gericht angaben, ihnen sei der Zugang zu den Räumlichkeiten nach der Räumung und somit die Gelegenheit der Entfernung des Kunstwerkes verweigert worden, argumentierte der Vertreter der DekaBank dahingehend, dass die Anschuldigung der Zerstörung des Kunstwerks erst 6 Monate nach dem Ereignis vorgebracht wurden und sie als Besitzer der Räumlichkeiten in ihren Treffen oder schriftlichen Kontakten mit den Nachtclubbesitzern weder über den Wert des Kunstwerkes noch darüber wem es gehörte aufgeklärt worden waren.

Rehberger hat sich bisher gegenüber der Presse nur geringfügig geäußert um klarzustellen, dass er nicht selbst direkt am Prozess beteiligt ist. Das Werk ist nicht die einzige Installation, die Rehberger für einen gastronomischen Betrieb angefertigt hat. Einige andere Bars, Restaurants und Nachtclubs in seiner Heimatstadt Frankfurt, aber auch eines der Biennale Cafés in den Giardini in Venedig und das Hotel Americano in New York haben Installation über längere oder kürzere Zeiträume beherbergt.

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