Markus Lüpertz, 2014 Foto: Hans Weingartz via commons.wikimedia.org Markus Lüpertz, 2014
Foto: Hans Weingartz via commons.wikimedia.org

Das Problem war nicht die Wahl Lüpertz an sich, der einer der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart ist. Vielmehr ist es die Motivwahl, die einigen Mitgliedern des Karlsruher Gemeinderates Kopfzerbrechen bereitete und es noch immer tut.

Sieben U-Bahnstationen soll Markus Lüpertz gestalten. Inhaltlich sollen die Bilder, die aus Keramiktafeln bestehen werden, die Schöpfungsgeschichte aus dem Alten Testament zeigen. Initiator des Projektes, der für die Ausführung Spenden sammeln wird, ist eine private Initiative.

Die Reaktion der Fraktionen im Gemeinderat waren gemischt: Die CDU zeigte eine positive Tendenz, die SPD mit Oberbürgermeister Frank Mentrup hatte eher gemischte Gefühle, die Grünen waren dagegen, da sie die christliche Motivwahl für öffentliche u-Bahnstationen für deplatziert hielten.

Auch der Direktor des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) Peter Weibel hat Bedenken, die in die selbe Richtung gehen. Er halte sie in Kirchen besser aufgehoben. Auch bemängelte er das Fehlen einer öffentlichen Ausschreibung für die Gestaltung der U-Bahnstationen.

Die U-Bahn in Karlsruhe soll in vier Jahren eröffnet werden. So lange hat Markus Lüpertz nun Zeit, die Gestaltung in Angriff zu nehmen. Und die Gegner des Projektes können diese vier Jahre nutzen, um sich mit dem Gedanken anzufreunden.

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