Am 25. und 26. November verwöhnt uns das Auktionshaus Anticomondo mit bezaubernden Objekten in seiner 71. Spielzeug- und Reklameauktion. Der erste Auktionstag beginnt um 12 Uhr mit der Versteigerung von Reklame, Modellautos, Schuco Piccolos und Büchern, gefolgt von Konvoluten um 15 Uhr. Am folgenden Tag geht es um 9:00 Uhr weiter mit Eisenbahnen, gefolgt von Figuren um 11:30 Uhr sowie Objekten der Schuco Musterwerkstatt und Blechspielzeug um 12:30 Uhr.

An der Auktion können Sie im Saal, per Internet oder telefonisch teilnehmen. Über den Online-Katalog können Sie auch schon vorab ein Gebot abgeben. Dies ist auch  in schriftlicher Form möglich.

Sehen Sie nun 12 Highlights der Auktion. Wie immer gilt: Für nähere Informationen bitte auf die Bilder klicken.

Die ältesten Gegenstände, die sich als Kinderspielzeug interpretieren lassen, stammen aus der Jungsteinzeit. Dabei handelt es sich vornehmlich um Puppen aus Ton. Auch Rasseln oder Pfeifen von damals könnten als Spielzeug angesehen werden. In der Antike gab es bereits Menschen- und Tierpuppen mit beweglichen Körperteilen und im alten Rom erfreuten sich Kinder sogar schon an Puppenmöbelgarnituren.

Im Mittelalter erhielten die Puppen und ihre Möbel noch die passende Puppenstube dazu. Jungen beschäftigten sich mit den ersten Spielzeugsoldaten: Voll ausgestattete Ritter im Kleinformat. Oder sie selbst waren der Ritter - allerdings nur auf einem Schaukelpferd. Für alle Kinder des Mittelalters, die nicht in gehobenen Kreisen aufwuchsen, boten Murmeln und Bälle etwas Abwechslung vom Alltag.

Wurde Spielzeug bis dahin hauptsächlich in Heimarbeit für den Eigenbedarf hergestellt, nahm die Spielzeugindustrie im 15. Jahrhundert ihren Anfang. Ein Zentrum der Spielwarenherstellung war Nürnberg, das seine Erzeugnisse, darunter Puppenstuben, Steckenpferde und Trommeln, in die ganze damals bekannte Welt verkaufte. Ein weiteres wichtiges Zentrum für Holzspielzeug wurde später Sonneberg, das 1913 sogar den Namen "Weltspielwarenstadt" erhielt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich das Deutsche Spielzeugmuseum dort befindet.

Ab den 1850er Jahren kam das Blechspielzeug in Mode, das eine Alternative zum Holzspielzeug war, da es einfach und schnell zu produzieren war. Bis in die 1920er Jahre blieb Deutschland auf diesem Gebiet weltweiter Marktführer. Der 2. Weltkrieg bedeutete einen Einschnitt für die Produktion von Blechspielzeug, da Metalle nun im großen Maßstab für weniger schöne Dinge gebraucht wurden. Nach dem Krieg wurde die Produktion nach Japan verlagert. Das Blechspielzeug verlor jedoch seine Vormachtstellung auf dem Spielzeugmarkt, als das Plastik in den 1960er Jahren seinen Siegeszug antrat.

Die Firma Märklin ist mit 245 Objekten in der Auktion stark vertreten. Die Firma wurde 1859 von Theodor Friedrich Wilhelm Märklin im schwäbischen Göppingen gegründet. Zunächst konzentrierte sich die Produktion auf Puppenküchen, später kamen auch Modellschiffe, Karussells, Kreisel, Puppenstuben und Dampfmaschinenmodelle hinzu. Sehr verdient hat sich die Firma Märklin im Bereich der Modelleisenbahn gemacht. Vor allem indem sie die unterschiedlichen Spurweiten festlegte, die auch heute noch weltweit gelten. Der Name Märklin ist mittlerweile zu einem Synonym für die Modelleisenbahn an sich geworden.

Entdecken Sie noch weitere Objekte von Märklin sowie vielen anderen sammelwürdigen Herstellern, darunter Bing, Schuco oder Karl Bub. Den Katalog gibt es selbstverständlich hier bei Barnebys.