Seit seiner Domestizierung vor etwa 6000 Jahren hat sich das Pferd, neben dem Hund, zum treuesten Begleiter und Helfer des Menschen entwickelt - und das, obwohl es ein Fluchttier ist. Seine Kraft und Ausdauer machten es unverzichtbar in der Landwirtschaft, beim Transport und auf dem Schlachtfeld. Das Pferd mit seiner edlen Gestalt war (und ist) aber auch ein Statussymbol, sein Unterhalt und die Pflege entsprechend teuer.

Im Mittelalter konnten sich nur Ritter und Adelige Pferde leisten. Das Bild des Ritters auf seinem Ross ist untrennbar mit unserer Vorstellung jener Epoche verbunden. Die Schlachtrösser mussten kräftig genug sein, um den Reiter in seiner immer schwerer werdenden Rüstung tragen zu können. Die Ritterpferde beherrschten zudem oft das Ausschlagen und Beißen auf Befehl.

Ab dem späten Mittelalter verloren Ritter und ihre Rösser an Bedeutung, andere militärische Strategien und Kampfweisen traten in den Vordergrund. In Ritterturnieren wurde der untergegangenen Zeit aber auch später noch gehuldigt. Reiter traten, in prächtige Fantasierüstungen gehüllt, beim Lanzenstechen gegeneinander an.

Nicht weniger untrennbar miteinander verbunden als Pferd und Ritter, sind das Pferd und Amerika, wo Herden wilder Mustangs die Prärie bevölkern und Indianer und Cowboys durch die Gegend tragen.

Tatsächlich spielte der Amerikanische Kontinent mit seinen weiten Steppen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Pferdes, das, in seiner kleinen Urform, zunächst ein Waldbewohner gewesen war. Vor etwa 10.000 Jahren, als in Eurasien die Domestizierung des Pferdes so langsam ihren Anfang nahm, starb das Pferd in Amerika aus. Erst mit den Spaniern im 16. Jahrhundert setzten Pferde wieder ihren Huf auf amerikanischen Boden. Deren verwilderte Nachfahren wurden zu Mustangs und von der Urbevölkerung gezähmt.

Um 400 v. Chr. gelangten Pferde aus China über Korea auch nach Japan. Ähnlich wie in Europa entwickelte sich das Pferd dort zu einem Statussymbol des Ritterstandes (Samurai), die die Reitkunst (Bajutsu) vervollkommneten. Der traditionelle japanische Sattel (Kura) bestand aus Holz. Zu seiner Ausrüstung gehörten Steigbügel (Abumi) und Satteldecke (Kiritsuke).

Die Spezialauktion mit den Objekten der René François-Sammlung findet am 23. März im norditalienischen Sarzana statt. Die Versteigerung mit 933 Losen beginnt um 10 Uhr.

Am folgenden Tag findet am selben Ort zur gleichen Uhrzeit eine weitere Auktion mit über 1000 Losen statt. Diese Versteigerung umfasst herausragende und seltene Stücke von militärhistorischer Bedeutung. Zum Aufruf kommen Waffen und Rüstungen aus aller Welt und vielen Epochen.

Zu den Highlights dieser Auktion zählen ein prachtvolles versilbertes Dao aus China aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Aus dem selben Zeitraum wird ein hochinteressantes Kürass mit Helm der Kaiserlichen Garde aus dem zaristischen Russland angeboten. Über 100 Jahre älter ist ein türkischer Yatagan, dessen Griff mit Koralle und Türkisen verziert wurde.

Ein herausragendes Paar Steinschlosspitolen im Roka-Stil kommt ebenfalls zum Aufruf. Die Pistolen wurden im späten 18. Jahrhundert in der nordwestgriechischen Region Epirus, vermutlich in der Stadt Ioannina hergestellt. Die Pistolen gehören zu den schönsten ihrer Art, die seit langem auf dem Weltmarkt angeboten wurden.

Die Vorbesichtigungen zu beiden Auktionen beginnen am 19. März und enden am Vortag der jeweiligen Versteigerung.

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