Spricht man von Blankwaffen, sind all jene Handwaffen gemeint, die ihre Wirkung durch den Einsatz der Muskelkraft ihres Trägers entfalten. Man Unterscheidet sie in Hiebwaffen (z. B. Schwert), Stichwaffen (Dolch), Stangenwaffen (Lanze) oder Schlagwaffe (Keule).

Blankwaffen sind so alt wie die Menschheit selbst. Bereits in der Steinzeit wurden durch Abschläge geschärfte Steine bei der Jagd eingesetzt oder dienten zum Angriff oder zur Verteidigung des eigenen Lebens und Besitzes. Im Laufe der Jahrhunderte wurden behauene (Feuer-) Steine auf Lanzen und Speere montiert oder zu Pfeilspitzen verarbeitet.

Der maßgebliche Schritt in der Entwicklung von Blankwaffen, war die Fähigkeit der Metallverarbeitung ab der Bronzezeit. Als erste Waffe im modernen Sinn wurde das Schwert erfunden. Dabei ist zwischen einschneidigen und zweischneidigen Formen zu unterscheiden. Um ein Schwert sicher führen zu können, ist es von hoher Bedeutung, das das Verhältnis zwischen Klinge und Handhabe gut ausbalanciert ist. Das Gladius, das typische Kurzschwert der römischen Soldaten, ist ein gutes Beispiel dafür aus der Antike.

Als die "klassische Zeit der Schwertes" in Europa könnte man das Mittelalter bezeichnen. Sofort hat man einen edlen Ritter in Rüstung vor Augen, der von seinem Pferd aus mit dem Schwert in der Hand dem Feind entgegen reitet. Das mittelalterliche Schwert hatte sich aus einem anderen Schwert der römisch-germanischen Antiken weiterentwickelt: Der Spatha mit gerader, zweischneidiger Klinge.

Mit dem Ende des Mittelalters ging auch die Zeit der Blankwaffe als "Waffe Nr. 1" bei der Jagd und bei der Kriegsführung allmählich ihrem Ende zu. Die Weiterentwicklung von Feuerwaffen, die als Distanzwaffen einen neue Art des Kampfes ermöglichten, verdrängten zunehmend die Nahkampfwaffen.

Dennoch entwickelte sich das Schwert weiter und neue Formen wie der Degen oder der Säbel wurden ab dem 17. Jahrhundert üblich, als Teil der Ausrüstung von Offizieren oder als Ehrenzeichen und Erkennungsmerkmal des europäischen Adels.

Während in der westlichen Hemisphäre Schwerter mit gerader Klinge üblich waren, dominierten im orientalischen Raum Schwerter mit gebogener Klinge, allgemein als Krummschwerter bezeichnet. Der Fachausdruck ist jedoch Scimitar. Der Ursprung dieser Waffen liegt im Alten Ägypten und des dort gebräuchlichen gekrümmten Chepesch. Weitere Einflüsse auf die Form kamen über die Steppen Mittelasiens aus China.

Neben Blankwaffen versteigert Czerny's am 16. September auch historische Feuerwaffen, wie Gewehre, Pistolen und Revolver von unterschiedlicher Herkunft. Mehr als 900 Lose kommen ab 10 Uhr zum Aufruf. Eine weitere Auktion veranstaltet das Auktionshaus am 29. September. Hier stehen chinesische Keramik und asiatische Antiquitäten im Mittelpunkt.

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