Die Kunst- und Antiquitätenabteilung bietet eine großartige Auswahl an Stücken von der Renaissance bis zum Jugendstil, mit denen Sie ihrem Zuhause ein außergewöhnliches Anbiete von höchster Qualität verleihen können.

Der Salon

Um es seinen Gästen so angenehm wie möglich zu machen, sollte der Salon stets mit bequemen Polstermöbeln bestückt sein, wie dieser klassizistischen Salongarnitur mit Tisch, Sessel und Hocker. Aus der gleichen Epoche stammt die mit einem Schwan verzierte Récamière. Diese eleganten Ruhemöbel wurden nach Madame Juliette Récamier benannt, einer Pariser Salonière der Zeit Napoléons I., die ihre Gäste bevorzugt auf einem solchen Möbel empfing.

Die Gespräche in den Salons des 18. und 19. Jahrhunderts drehten sich um Politik, Philosophie und Kunst. Für Gesprächsstoff hätte mit Sicherheit auch die hochinteressante Braut-Kassette der Lucretia del Berto gesorgt, die Anfang des 16. Jahrhunderts in Norditalien angefertigt worden war. Als jüngstes Objekt in diesem Salon sehen wir auf dem Tischchen eine Jugendstiluhr aus dem gelben Marmor "giallo die Siena".

Das Spielzimmer 

Als beliebter Zeitvertreib erwiesen und erweisen sich diverse Indoor-Aktivitäten auf spielerischer Ebene. Wer sich beispielsweise nach einem üppigen Dinner in Maßen Bewegung verschaffen möchte, der ist mit einer Partie Billard gut beraten. Ein hochinteressanter Tisch, der neben einem Billardfeld auch diverse andere Spielflächen beinhaltet kommt in der Auktion zum Aufruf.

Ruhiger geht es hingegen beim Schachspiel zu. Ein Tisch, an dem man sowohl Schach als auch Backgammon spielen kann, wurde in Certosinatechnik verziert. Dabei handelt es sich um eine Variante der Marketerie, die in Italien seit der Renaissance bekannt ist. Ebenfalls während der italienischen Renaissance erlebte die Pietra-Dura-Technik ihre Blütezeit. Dieses "grobe Mosaik" geht auf die Opus-Sectile-Technik der antiken Römer zurück.

Das Schlafgemach 

Nach einem anstrengen Tag mit Gästeempfang und Billardpartien zieht man sich am besten in sein Schlafzimmer zurück. Das ist umso schöner, wenn dieser privateste aller Räume mit allerhand außergewöhnlichen Möbeln eingerichtet wurde.

Über dem Bett sehen wir ein Gemälde des Cranach-Schülers Antonius Heusler. Dargestellt hat der in Annaberg tätige Maler die schöne Römerin Lucretia, die einen Selbstmord dem Verlust ihrer Tugend vorzog und sich ins Schwert stürzte. Nur knapp verhüllt wird sie durch einen Pelzverbrämten Mantel. Als ungewöhnliche Variante eines Morgenrocks könnte die dunkelrosa Pluviale rechts im Bild dienen. Passend dazu gibt es ein Paar Damenpantoffeln aus dem 18. Jahrhundert. Mit einer Länge von 25 cm entsprechen sie etwa Schuhgröße 39.

Die Auktion bei Schlosser findet am 28. und 29. Juli statt. Am ersten Auktionstag kommen eine außergewöhnliche Sammlung historischer Waffen sowie Plastik und Kunsthandwerk zum Aufruf. Am zweiten Tag folgen Kunst und Antiquitäten. Die Ausstellung zur Auktion ist vom 21. bis 27. Juli geöffnet.

Entdecken Sie jetzt den gesamten aktuellen Katalog des Kunstauktionshauses Schlosser hier bei Barnebys.

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