Viele mag es überraschen, aber nicht selten sind es die sehr beliebten Stücke der Vergangenheit, die bei Versteigerungen die meiste Anerkennung erhalten, da sie zu Antiquitäten der Zukunft geworden sind.

In den letzten Jahren gab es eine beträchtliche Anzahl von Beispielen, bei denen der Entwurf eines Designers für einen schönen und funktionalen Alltagsgegenstand Sammler, Innenarchitekten und selbst die kritischsten Trendsetter aus aller Welt angelockt haben. Mit anderen Worten, es könnte tatsächlich passieren, dass uns die Antiquitäten von morgen heute schon im Katalog diverser Möbelketten begegnen - sowohl im Luxussegment als auch im überraschend preisgünstigen Bereich.

Damit ein Möbelstück ein Klassiker oder eine Antiquität werden kann, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden: Bemerkenswerte Designreferenzen, herausragende Qualität und eine fortgeschrittene Innovation.

Die Möbelfirma Heal’s hat Produkte vieler weltweit führender Designer gesammelt. Ein Beispiel dafür ist der italienische Architekt und Designer Ferruccio Laviani, der in den 1980er Jahren als Teil der „Memphis Group“ am Aufschwung des italienischen Designs mitwirkte. Laviani steht hinter den Entwürfen der kultigen Bourgie-Tischlampe sowie der Stehlampe Toobe, die bei von Kartell hergestellt wurden und zum Zeitpunkt ihres Entstehens absolute Ikonen waren. Heute beweisen sie auf Auktionen in aller Welt, dass sie bereit sind, die Klassiker der Zukunft zu werden.

Es würde mich nicht wundern, sollten sich die Preise von heute in zehn Jahren verdoppelt und in zwanzig Jahren sogar vervierfacht haben.

Ferruccio Laviani, Tischlampe "Bourgie". UVP: 280 EUR| Schätzung für 2030: 1.300-2.200 EUR|Schätzung für 2040: 3.900-5.000 EUR Ferruccio Laviani, Tischlampe "Bourgie". UVP: 280 EUR| Schätzung für 2030: 1.300-2.200 EUR|Schätzung für 2040: 3.900-5.000 EUR

Objekte der Interieur Design-Firma Bernhardt sind weitere Beispiele für zukünftige Klassiker, die man bereits auf dem Sekundärmarkt erstehen kann. Ein Objekt, das ein zukünftiger Klassiker werden sollte, ist die Sitzbank Axiom, die den Stil des New Yorker Art déco aufgreift und aktuell noch hergestellt wird. Die Bank aus massivem Edelstahl ist ein Beispiel für elegantes Möbeldesign, das in den Wohnzimmern der 2010er einen Platz gefunden hat.

Bernhardt, Sitzbank "Axiom". UVP: 780 EUR| Schätzung für 2030: 1.700 EUR|Schätzung für 2040: 2.800-3.900 EUR Bernhardt, Sitzbank "Axiom". UVP: 780 EUR| Schätzung für 2030: 1.700 EUR|Schätzung für 2040: 2.800-3.900 EUR

So wie viele internationale Unternehmen ihre „Klassiker“ seit vielen Jahren produzieren und reproduzieren, hat auch IKEA eines seiner kultigsten und bedeutendsten Stücke wieder auf den Markt gebracht: Den Beistelltisch LÖVBACKEN.

IKEA, Tisch LÖVBACKEN. UVP: 50 EUR|Schätzung für 2030: 1.100-2.000 EUR| Schätzung für 2040: 3.300-5.600 EUR IKEA, Tisch LÖVBACKEN. UVP: 50 EUR|Schätzung für 2030: 1.100-2.000 EUR| Schätzung für 2040: 3.300-5.600 EUR

Der LÖVBACKEN kam in den 1950er Jahren auf den Markt und war das erste Möbelstück von IKEA, das für den Transport in einem flachen Karton konstruiert wurde. Damit ist der wundervolle kleine Tisch, der von einem der bedeutendsten Designer Schwedens, Gillis Lundgren entworfen worden war, der Vorreiter für alle heutigen IKEA-Möbel. LÖVBACKEN, der in einigen der führenden Auktionshäuser Schwedens für Tausende Kronen verkauft wurde, ist zu seinem begehrten Sammlerstück für anspruchsvolle Möbelexperten geworden.

Hier geht es zu Möbelstücken von IKEA, die aktuell auf dem Auktionsmarkt erhältlich sind.

1955/56 entwarf der finnische Designer Eero Saarinen die revolutionäre Pedestal-Serie, nachdem er die „hässliche, verwirrende, unruhige Welt, die aus einem Slum an Beinen unter den typischen Stühlen und Tischen resultiert“, zum Thema gemacht hatte. Zwei Jahre später begann die Firma Knoll in New York City damit, die Serie zu produzieren, was sie auch heute, nach über 60 Jahren, noch tut. Die Pedestal-Serie ist eine echte Ikone des Designs, die Generationen überdauern wird.

Knoll, Tisch "Tulip". UVP: 3.300 EUR|Schätzung für 2030: 4.500-5.000 EUR|Schätzung für 2040: 6.000-7.300 EUR Knoll, Tisch "Tulip". UVP: 3.300 EUR|Schätzung für 2030: 4.500-5.000 EUR|Schätzung für 2040: 6.000-7.300 EUR

Der Chieftain Chair ist das Meisterwerk des dänischen Architekten und Designers Finn Juhl. Die organischen Formen stehen in starkem Kontrast zum strengen Funktionalismus, der sich in Form, Konstruktion und Material vom traditionellen dänischen Möbeldesign befreit. Der Stuhl wird oft für den Erfolg der Dänischen Moderne verantwortlich gemacht, die in den 1950er Jahren in die USA exportiert wurde.

House of Finn Juhl, The Chieftain Chair. UVP: 11.000 EUR|Schätzung für 2030: 45.000-56.000 EUR|Schätzung für 2040: 84.000-167.000 EUR House of Finn Juhl, The Chieftain Chair. UVP: 11.000 EUR|Schätzung für 2030: 45.000-56.000 EUR|Schätzung für 2040: 84.000-167.000 EUR

Seit dem Relaunch im Jahr 2002 wird der Stuhl von The House of Finn Juhl in Teak oder Nussbaum mit Lederbezug gefertigt. Die frühesten Beispiele erzielen heute ca. 220.000-330.000 Euro auf dem Sekundärmarkt.

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