Der Oktober steht bei Cambi Casa d'aste im Zeichen alter Kunst, Antiquitäten und 150 Postionen mit maritimen Arbeiten und wissenschaftlichen Instrumenten, die in der glanzvollen Umgebung des Castello Mackenzie in Genua versteigert werden. Der erste Katalog mit Kunst und Antiquitäten umfasst 1300 Lose mit antiken Möbeln und Silber sowie Gemälden und Zeichnungen Alter Meister.

Zu den bedeutendsten Stücken des Antiquitäten-Katalogs gehört ein Kabinett mit Chinoiserien, die Landschaften und Tiere darstellen. Der Trend der "Chinoiserie" war vor allem im 18. Jahrhundert hochmodern und spiegelte das Interesse der Menschen an fernöstlichen Kulturen wider. Das vorliegende Kabinett ist ein frühes Beispiel für diese Mode. Es wurde im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert in England angefertigt und gehört somit der Epoche von Königin Mary II. und König William III. (von Oranien) an. ZumAufruf kommt es mit einem Schätzpreis von 12.000-15.000 Euro.

Ebenfalls im Katalog vertreten sind Skulpturen vom 16.-19. Jahrhundert sowie Tischuhren unterschiedlicher Epochen. Ein Highlight aus dieser Kategorie ist eine freistehende Türmchenuhr mit vergoldetem Gehäuse, die im 16. oder 17. Jahrhundert im deutschen Raum angefertigt worden ist. Deutschland gehörte in jener Zeit zu den führenden Herkunftsgebieten derartiger Uhren.

Sehr interessant sind auch die drei Lose mit Arbeiten des französischen Herstellers für Tapeten und Textilien Dufour & Leroy. In zwei bzw. drei Teilen zeigen die Papierarbeiten Ansichten von Italien und der Bucht von Neapel. Die bekannteste Arbeit der Manufaktur war 1804 entstandene Panorama-Tapete Sauvages de la Mer du Pacifique, die die Südseereisen von James Cook zum Thema hatte. Zu seiner Zeit war es die größte Tapete dieser Art.

Da es bereits zwei Jahre her ist, dass Maritime Kunst und wissenschaftliche Objekte bei Cmabi versteigert wurden, wird diese Kategorie, die am 10. Oktober unter den Hammer kommt, mit Spannung erwartet. Vor allem auch, da maritime Kunst die allererste Kategorie war, die bei Cambi 1994 zum Aufruf kam. Seitdem hat das in der Hafenstadt Genua beheimatete Auktionshaus viel Wert auf Objekte dieser Art gelegt.

Der Katalog mit 150 Losen umfasst alte Seestücke, maritime Gouachen des 19. Jahrhunderts sowie Schiffsmodelle und Instrumente zur Navigation. In Hinblick darauf interessant ist eine Sonnenuhr des Stefano Bonsignori, Hofkartograf des toskanischen Herzogs Francesco I. Das seltene Objekt datiert auf das Jahr 1573 und dürfte mit seinem Schätzpreis von 5.000-6.000 Euro so manchen interessierten Sammler anziehen.

Mit dem gleichen Schätzpreis kommt eine hochinteressante Schiffskommode zum Aufruf, die im 19. Jahrhundert aus Kampferholz angefertigt wurde. Das Herkunftsland ist England, wo dieser kleine Bericht über die Highlights bei Cambi "in See gestochen" ist.

Nachfolgend haben wir alle Informationen zu den beiden Auktionen zusammengefasst:

Antiquitäten: 9.-11. Oktober 2018, Castello Mackenzie, Genua. Ausstellung zur Auktion: 5.-8. Oktober (10-19 Uhr)

Maritime Kunst und wissenschaftliche Instrumente: 10. Oktober 2018, Castello Mackenzie, Genua. Ausstellung: 5.-8. Oktober (10-19 Uhr)

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