Unter den Gemälden der Auktion mutet diese prachtvolle "Bacchante Szene" wie ein Werk des Barock an. Tatsächlich hat es der österreichische Maler Ludwig Adam Kunz jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemalt.

Mit ganz wenigen Pinselstrichen kam etwa zur gleichen Zeit der Mecklenburger Maler Ludwig Bartels aus, als er die gelbe Pracht eines blühenden Ginsters einfing. Bartels gehörte der Künstlerkolonie seiner Heimatstadt Schwaan an und war der bedeutendste Mecklenburger Maler des frühen 20. Jahrhunderts.

In zarten Farben und impressionistischer Leichtigkeit präsentiert uns hier Wilhelm Schütze ein Stillleben mit blühenden Pfingstrosen und Stiefmütterchen.

Gleich einem Stillleben erscheint diese Arbeit eines unbekannten Malers. Die hübsche Gartenszene zeigt das harmonische Bild einer jungen Frau bei der Handarbeit. Frisur und Kleidung der Dargestellten weisen auf das Ende des 19. Jahrhunderts hin.

Die schöne Porzellanofferte der Auktion verwöhnt uns sowohl mit europäische als auch mit chinesischen Erzeugnissen. Aus der sächsischen Manufaktur Meissen stammt ein bezauberndes Service für sechs Personen, das mit einem blauen Dekor mit Vogel- und Blumenmotiv verziert wurde. Den Deckel der Terrine krönt zudem ein vollplastischer Putto.

Aus dem Mutterland des Weißen Goldes stammt diese schlanke Vase, die ebenfalls ein blaues Vogel- und Blütenmotiv auf weißem Grund zeigt. Die blaue Blattmarke im Doppelkreis weist auf die Kangxi-Periode der Qing-Dynastie hin. Kangxi war der zweite Kaiser dieser Dynastie und regierte von 1661-1722.

Das reiche Schmuckangebot der Auktion wird hier durch diese fein gearbeitete Brosche vertreten. Sie besteht aus 750er Gelbgold und weist die Form einer Vase mit Blumenstrauß auf. Für die Gestaltung der bunten Blüten verwendete der Goldschmied Rubine, Smaragde und Saphire. Die Blätter sind mit Diamanten besetzt.

Zum Schluss möchten wir noch das Geheimnis des "Schapp" lüften. Ein Blick auf das Bild verrät es bereits: Bei einem Schapp handelt es sich um einen Schrank. Und genau das bedeutet das Wort im Niederdeutschen auch. Diese zweitürigen Barockschränke waren im hanseatischen Raum verbreitet. Der Urtyp stammt aus Hamburg. Im 18. Jahrhundert kamen der Lübecker Schapp und der Danziger Schapp hinzu. Letzteren kennzeichnet eine Bekrönung durch ein Trapezgiebel.

Der Auktionsbeginn ist am 6. Mai für 11 Uhr angesetzt. Wer sich die knapp 900 Objekte der Auktion vorab ansehen möchte, der darf sich vom Auktionshaus Satow im Zeitraum vom 29. April bis 5. Mai herzlich dazu eingeladen fühlen.

Alle Objekte des Kataloges gibt es aber auch hier bei Barnebys.

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