Diesen Tag sollten Sie sich merken! Am Samstag, den 6. Mai versteigert Piguet Hôtel des Ventes die Schätze der Sammlung von Molly de Balkany, Frankreichs erster weiblicher Immobilienentwicklerin. Neben den Objekten ist auch der Ort des Geschehens ein echtes Highlight: Die Villa Aigue-Marine der Familie de Balkany!

Gelegen am Ufer des Genfer Sees beherbergt die Familienresidenz beinahe 1000 Objekte, die ohne Mindestpreis zum Aufruf kommen (500 davon in einer Stillen Auktion). Der Schätzpreis für die gesamte Offerte liegt bei 1,2 bis 1,7 Millionen Euro.

Bereits zum dritten Mal wurde Piguet damit beauftragt einen House Sale dieser Größenordnung „vor Ort“ zu organisieren.

Bernard Piguet, Direktor und Auktionator des Hauses, erklärt: „Es ist uns eine große Ehre, von den Erben ausgewählt worden zu sein, diese in ihrer Zusammenstellung recht ungewöhnliche Auktion zu organisieren.“

Die idyllisch gelegene Villa Aigue-Marine Foto: Michel Perret Die idyllisch gelegene Villa Aigue-Marine
Foto: Michel Perret

Die Sammlung von Molly de Balkany widerspiegelt auf großartige Weise den Charakter ihrer Besitzerin: Eine Mischung aus Raffinesse und Abenteuer. Durch die bezaubernde Kulisse des Interieurs der Schweizer Villa  mit ihren üppigen Dekorationen wird sie wieder zum Leben erweckt.

Alles dort ist eine subtile Verbindung zwischen ihrem Andenken, ihrer Liebe zum Stil des Empire und außergewöhnlichen Kunstwerken. Alte Gemälde, Goldschmiedekunst, Objets d’art und Schmuck vom 17. bis 20. Jahrhundert machen 543 Lose der Versteigerung aus.

Molly de Balkany Foto via Piguet Molly de Balkany
Foto via Piguet

Molly de Balkany hat ihre eklektische Sammlung während ihrer Reisen und durch ihr Interesse an den Kulturen in aller Welt zusammengetragen.

Die Vorliebe Molly de Balkanys für Möbel des Empire zeigt sich in einem bedeutenden Ensemble der berühmten Ebensten Jacob frères.

Der Bronzegiesser Thomire, der sowohl für Ludwig XVI. als auch Napoléon I. arbeitete, ist mit einer Sammlung von Bronzen und Kerzenleuchtern vertreten.

Im Bereich der Gemälde sei vor allem auf die bemerkenswerten Werke des flämischen Malers François Verheyden hingewiesen sowie auf jene aus dem Umkreis Peter Paul Rubens und Jan Brueghel d.Ä. Darunter das grandiose Bankett des Achelous.

Uhrenliebhaber dürfen sich besonders auf eine spektakuläre Salonpendule freuen, die Napoléon I. als triumphierenden Caesar zeigt. Sie wird Feuchère zugeschrieben und ist mit einem Schätzwert von 37.000 Euro ausgestattet. Die Uhr ist eines des bemerkenswertesten Stücke der Auktion.

Zu guter Letzt zeugt die reiche Geschirr-Sammlung von den prachtvollen Abendgesellschaften in der Villa Aigue-Marine. Schöne Stücke aus Silber und Porzellan vom 17. bis 20. Jahrhundert kommen unter den Hammer. Außerdem eine beeindruckende Kanne mit passender Schale aus massivem Gold von mehr als 5kg Gewicht, die vom Londoner Goldschmied Garrard & Co signiert wurde.

Die Villa Aigue-Marine öffnet dem interessierten Publikum ihre Tore vom 28. bis 30. April (jeweils vom Mittag bis 9 Uhr). Die Auktion findet dort am 6. Mai um 9:45 Uhr, 14:30 Uhr und 19 Uhr statt.

Entdecken Sie bei Barnebys den gesamten Katalog.

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