Nur Katze Choupette sieht ihr Herrchen ab und zu "oben ohne": Karl Lagerfeld ist ein treuer Fan der Sonnenbrille | Foto: 2012 Youtube / netaporter Katze Choupette sieht ihr Herrchen ab und zu "oben ohne": Karl Lagerfeld ist ein treuer Fan der Sonnenbrille | Foto: 2012 Youtube / netaporter via einfachtierisch.de

Die Geschichte der Sonnenbrille beginnt früher, als man annehmen möchte. Bei den ersten Modellen handelte es sich jedoch gar nicht um einen Schutz gegen das Sonnenlicht, sondern um die - zugegebener Maßen durch die Sonne verursachten - Reflexionen einer verschneiten Landschaft.

Eine in der Antike bekannte Variation waren dünn geschliffene Edelsteine. Der römische Kaiser Nero verfolgte Kämpfe in der lichtdurchfluteten Arena am liebsten durch Smaragde. Ob er auf diese angenehme Art und Weise auch das durch ihn in Flammen stehende Rom betrachtete, lässt sich wohl kaum noch beweisen. Wer auf diese Alternative zurückgreifen möchte, klickt bitte hier.

Die ersten richtigen Brillen mit farbigen Gläsern kamen im Spätmittelalter auf. Eine Variante mit Rauchglas folgte im 18. Jahrhundert.

Dass all diese Sonnenbrillen aber gegen die größte Bedrohung der Augen durch die ultraviolette Strahlung nicht helfen konnten, erkannte man erst im 19. Jahrhundert. Darauf wurde mit gelben Brillengläsern oder solchen aus dünn geschliffenem Bernstein reagiert. Im Jahr 1899 schaffte es die Firma Rodenstock die ersten Sonnenschutzgläser mit Schutz vor den UV-Strahlen herzustellen.

Die erste Serienproduktion von Sonnenbrillen erfolgte 1930 durch die amerikanische Firma Bausch & Lomb, aus der sieben Jahre später die Tochterfirma Ray-Ban hervorgegangen ist.

Ray-Ban, heute praktisch schon ein Synonym für Sonnenbrillen, brachte in seinem Gründungsjahr das Modell Aviator auf den Markt. Wie der Name bereits verrät, wurde das Modell als Fliegerbrille konzipiert. Da sich damals viele Piloten über das Kopfschmerzen und Übelkeit verursachende grelle Licht während ihrer Flüge beklagten, trat die US-Army an Bausch & Lomb heran, um Abhilfe zu schaffen. Die Aviator war das Ergebnis. Sie und das 1952 vorgestellte Modell Wayfarer werden auch heute noch produziert.

Mit der Wayfarer, bei der erstmals Rahmen und Bügel vollständig aus Plastik bestanden, hielt die Sonnenbrille Einzug in die Hollywood- und Musikszene, wo sie von Stars wie Buddy Holly, Marilyn Monroe oder James Dean getragen wurde. Allgemein kam sie aber weiterhin nur ihrer Bestimmung als Sonnenschutz nach und wurde hauptsächlich am Strand und beim Autofahren getragen.

Dies änderte sich 1961 mit dem Film Frühstück bei Tiffany, in dem Audrey Hepburn in der Rolle der Holly Golightly bereits in den frühen Morgenstunde mit einer Sonnenbrille bewaffnet, die wichtigste Mahlzeit des Tages vor Manhattans berühmtesten Juweliergeschäft einnimmt. Das Modell von Oliver Goldsmith trug passender Weise den Namen The Manhattan. 

Audrey Hepburn nimmt ihr Frühstück bei Tiffany ein | Foto via BuzzFeed Audrey Hepburn nimmt ihr Frühstück bei Tiffany ein | Foto via BuzzFeed

Seitdem begann die Sonnenbrille zum unverzichtbaren modischen Accessoire zu avancieren, mit dem man auf nonchalante Weise auch einen Kater nach einem feuchtfröhlichen Abend kaschieren kann.

Sonnenbrillen sind heutzutage in unzähligen Varianten und in den unterschiedlichsten Preiskategorien erhältlich. Natürlich gehören sie in das Sortiment eines jeden Modehauses. In der dem Thema "Brille" gewidmeten Modeauktion von Catawiki kann noch bis Sonntagabend auf 53 Modelle bekannter Namen wie Christian Dior, Tod's oder Miu Miu mitgeboten werden.

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