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Der Name "Jukebox" wurde erstmals im Jahre 1946 verwendet und leitet sich vom vom Begriff "jook" ab, der soviel wie "obszöne Musik" bedeutet. Ein gut gewählter Begriff, denn die Erwachsenen jener Zeit empfanden die Musik, die mit den Jukeboxes zur Verfügung gestellt wurde, tatsächlich meistens als unanständig. Die Teenager jedoch liebten den neuentstandenen Rock 'n' Roll und seine wilden Interpreten, die oftmals so aufregend mit der Hüfte wackeln konnten...

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Daheim war es einem Jugendlichen in der Regel nicht möglich, die Musik hören zu können, die er gerne wollte. Im Radio wurde sie entweder gar nicht gespielt oder man hatte sich dem Musikgeschmack der Eltern zu beugen. Abspielgeräte und Platten für den Privatgebrauch waren oftmals zu teuer .Was blieb waren die Tanzlokale, zumindest jene, die die neue Musik aus Amerika nicht ebenfalls ablehnten.

In Deutschland wurde die Jukebox von den stationierten amerikanischen Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt. In den Vereinigten Staaten war sie bereits seit einigen Jahren populär. Dort, genauer gesagt in San Francisco, war 1889 auch das weltweit erste Musikautomat vorgeführt worden. Die Musik kam in schlechter Qualität von einer Wachswalze, einige Jahre später bereits von der Schellackplatte, die in den 1930er und 1940er Jahren in Diners und Tanklokalen von Coin-operated Phonographs abgespielt wurden. 1948 wurde die Schellackplatte nach und nach durch ihre Konkurrentin aus Vinyl abgelöst.

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Die führenden amerikanischen Hersteller von Jukeboxes waren Rudolph die Wurlitzer Company, J.P. Seeburg und die Automatic Musical Instrument Corporation (AMI). Bekannte Firmen in Deutschland waren Wiegandt, Tonomat und NSM-Löwen. In den 1960er Jahren gründete die Firma Wurlitzer, die zu ihren Glanzzeiten jedes Jahr 45.000 Jukeboxes verkaufte,  eine Tochterfirma in Deutschland.

Jukeboxes wurden in unterschiedlichen Kapazitäten hergestellt und konnten zwischen 8 und 120 Platten zum Wechseln beinhalten. Klassische Merkmale waren Elemente aus buntem, von hinten beleuchteten Plastik, in den 1950ern kamen Reminiszenzen an die Automobilindustrie hinzu, wie Chrom, Glas oder "Heckflossen".

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Das Aufkommen der Kassette in den 1960er Jahren läutete das Ende der Jukebox-Ära ein, da mit zunehmend das Hören der Lieblingsmusik auf kostengünstige Weise in den eignen Vierwänden ermöglicht wurde. In den 1980er Jahren folgte die CD, die den privaten Musikgenuss noch weiter revolutionierte.

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Die Jukebox-Industrie reagierte darauf mit der Einführung von Abspielgeräten für die kleinen silbernen Scheiben. Mittlerweile werden Replikate alter Modelle aus den 50ern mit neuer Technik auf den Markt gebracht. Die Originale aus dem "Golden Age der Jukebox" sind heute begehrte Sammlerstücke, die immer wieder auf dem Markt angeboten werden. So auch im Onlineauktionshaus Catawiki, wo die aktuelle Jukebox-Auktion am Montagabend endet. Wer noch schnell mitbieten möchte, registriert sich dafür am besten gleich hier!

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