Tiere in der chinesischen Kunst können in drei Hauptkategorien eingeteilt werden: Haustiere, Wildtiere und mystische Tiere. Vom mächtigen Wasserbüffel über Schlangen und Vögel bis hin zu den mystischen Drachen und rätselhaften Phönixen hat jedes Tier seine eigene Symbolik.

Ob fantastisch oder real, Tiere sind ein wiederkehrendes dekoratives und symbolisches Element in der alten chinesischen Kunst. Ihnen wird eine weit höhere Bedeutung zugemessen, als lediglich Teil der natürlichen Welt zu sein. So weisen beispielsweise die Tiere des Tierkreises eine Persönlichkeit auf und bestimmen über das Schicksal. Die sowohl realen als auch mystischen Tiere stehen unter anderem für Kraft, Liebe, Weisheit und Wohlwollen. Tiere können aber auch Abstraktes symbolisieren, wie Farben, Jahreszeiten oder sogar Richtungen.

Und wie steht es mit der Interpretation der Tiere durch die Künstler? Die kann sehr unterschiedlich ausfallen - vom hochstilisierten Phoenix bis hin zur realen Darstellung von Katzen. Einige Beispiele, wie der silberne Bär der Han-Dynastie oder der Wasserbüffel aus der Zeit der Streitenden Reiche, zeigen auf kleinstem Raum sämtliche Merkmale der Tiere und demonstrieren so das einwandfreie Geschick und die unübertroffene Kreativität der Künstler.

All diese Objekte sind Teil der „Max Lowenson Collection of Chinese Art“, die am 12. November bei John Nicholson’s versteigert wird. Lowenson war Direktor der Produce Trading Company und bereiste in dieser Funktion den Fernen Osten. Er wurde zum begeisterten Sammler chinesischer Kunst, mit dem Schwerpunkt auf frühen Arbeiten aus der Han- und der Tang-Dynastie. Die von ihm zusammengetragenen Terrakotta- und Bronzeobjekte stammten aus den Zeiten der Han, der Streitenden Reiche, Ordos, Dian, Luristan und Tang. Die ältesten Jadefiguren wurden in der Jungsteinzeit angefertigt, die jüngsten im 18. Jahrhundert.

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