Für den Auftakt zu seinen Dezemberauktionen begibt sich das Zürcher Auktionshaus Koller auf eine weite Reise und versteigert in zwei Sitzungen Kunst aus Fernost. Los geht es am 3. Dezember (13 Uhr) mit Werken aus China und der Himalayaregion. Weiter geht es am 4. Dezember (14 Uhr) nach einem Abstecher nach Japan in Südostasien und Indien.

Sehr interessant sind die beiden bronzenen Ritualmasken des 18./19. Jahrhunderts aus der südwestindischen Region Tulunadu, wo solche Objekte auch heute noch eine bedeutende Rolle spielen. Sie stellen die obersten hinduistischen Götter, Heroen oder lokale Schutzgottheiten dar.

Um 16 Uhr am selben Auktionstag folgt die Versteigerung von Fotografie, die die ganze Palette der Belichtungskunst vom 19. Jahrhundert bis heute umfasst. Eine mit interessanten Lichtverhältnissen aufgenommene Fotografie machte Ansel Adams 1944 mit Sierra Nevada from Lone Pine, California, mit dem der kalifornische Landschafts- und Naturfotograf ein eindrucksvolles Stück seiner Heimat einfing.

Von einem der bestbezahlten Modefotografen seiner Zeit wurde die Aufnahme Hat Fashion, Dior, New York, 1946 geschossen. Erwin Blumenfeld arbeitete lange Jahre für Harper's Bazaar in New York. Zuvor war er für die französische Vogue tätig, eine Anstellung, die ihm Cecil Beaton vermittelt hatte.

Eine Nahaufnahme ganz anderer Art machte 1965 der Amerikaner Lewis Morris Rutherfurd. Rutherfurd war ein Pionier der Mondfotografie, dessen detailgetreue Aufnahmen einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Oberfläche des Erdtrabanten darstellten.

Am 5. Dezember erfolgen drei Auktionen mit Schmuck (10 Uhr und 14 Uhr) sowie Armband- und Taschenuhren (17 Uhr). Weiter geht es am 6. Dezember mit Design um 11 Uhr, worauf um 14 Uhr die die Versteigerung von Kunstobjekten des Jugendstils und des Art déco folgt. Hier ist vor allem die Bronzeplastik eines schreitenden Flamingos des Bildhauers Rembrandt Bugatti, Bruder von Automobilkonstrukteur Ettore Bugatti, hervorzuheben.

Der 7. Dezember steht anschließend ganz im Zeichen gemalter Kunst. Um 14 Uhr startet eine Versteigerung, die speziell den Werken von Künstlern aus der Schweiz gewidmet ist. Von Giovanni Giacometti kommt Bergell mit Blick auf die Sciora-Gruppe zum Aufruf. Giacometti malte es in seiner Variante des Post-Impressionismus, den er überhaupt erst in die Schweizer Kunstszene einführte.

Mit stimmungsvollen Sonnenuntergängen über einem Gewässer sind die Maler Félix Vallotton und Adolf Dietrich in der Auktion vertreten.

Eine weitere Bergkulisse, die mit ähnlichen Lichtverhältnissen spielt wie Ansel Adams in seiner Fotografie (s. o.), wurde 1919 von Gottardo Segantini gemalt. Gottardo, ein Cousin von Ettore und Rembrandt Bugatti, folgte in seinem Schaffen seinem Vater, dem Alpenmaler Giovanni Segantini.

Mit einer österreichischen Berglandschaft im Winter ist Otto Dix in der Auktion "Impressionismus & Klassische Moderne" vertreten, die am 7. Dezember um 16 Uhr beginnt. Zu den bekanntesten Arbeiten Otto Dix' gehören jene, die sich mit den Goldenen Zwanzigern beschäftigen. Nachdem er 1933 Deutschland den Rücken gekehrt hatte, widmete er sich der Landschaftsmalerei.

Ein weiteres Highlight dieser Auktion ist Doppelbild von Emil Nolde. Die Namen der dargestellten Personen sind nicht überliefert. Dem Expressionisten Nolde kam es eher auf den Einsatz der Farben und Lichtverhältnisse an, was den Namenszusatz des Portraits, Sie seltsames Licht, erklärt.

Der letzte Auktionstag (8. Dezember) widmet sich schließlich ab 10:30 Uhr Grafiken und Multiples sowie Post War & Contemporary ab 14 Uhr. Unter derselben Losnummer werden hier zwei Farboffsets von Roy Lichtensteins Crying Girl versteigert. Die beiden Blätter dienten als Eintrittskarten für die Lichtenstein-Ausstellung in der Galerie Leo Castelli in New York im Herbst 1963.

Die Auktionen finden im Auktionshaus Koller in der Hardturmstraße 102 in Zürich statt. Dort kann ab dem 28. November die Ausstellung zur Auktion besucht werden.

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