Der letzte Auktionsreigen 2018 im Auktionshaus Neumeister findet an drei Tagen Anfang Dezember statt. Der erste Auktionstermin am 4. Dezember (16 Uhr) hält rund 250 Lose für Freunde schönen Schmucks bereit. Neben gleichermaßen hochkarätigen wie auch hochwertigen Diamantringen kommen auch zwei Stücke zum Aufruf, die um 1900 bei Fabergé in Sankt Petersburg angefertigt wurden. Zum einen eine goldene Kette mit emaillierten Miniatur-Ostereiern. Zum anderen ein Anhänger mit Diamanten und rosa Turmalinen.

Passend zu seiner Schmuckauktion lädt das Auktionshaus am Abend des 29. November zu einem Schmuckseminar ein, in dem Dr. Milisenda von der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung (DSEF) über Farbsteine referieren wird.

Am 5. Dezember geht es ab 14 Uhr mit Alter Kunst. Hier ist der Fokus zunächst auf Antiquitäten, Kunsthandwerk und Asiatika gerichtet, bevor es  mit Arbeiten auf Papier und Gemälden Alter Meister und des langen 19. Jahrhunderts weiter geht.

Aus dem späten 16. Jahrhundert stammt ein Wandteppich aus der Werkstatt Jacob Geubels d. Ä., der etwa von 1585 bis 1605 in Brüssel tätig war. Die aufwändig gestalteten Bildteppiche, die in den Schlössern von Fürsten und Adel hingen, zeigten oft biblische Szenen oder Episoden der griechisch-römischen Antike.

In den 1740er Jahren kam Meissens großem Modelleur die Idee zu einer Serie von Vasen, die die vier Elemente darstellen sollten. Die Modelle blieben auch später beliebt, in der Auktion von Neumeister liegt ein Exemplar vor, das im späten 19. Jahrhundert in der berühmten Manufaktur ausgeformt wurde. Nach angäbe des Vorbesitzers befand sich die Vase einst im Besitz des Württembergischen Königshauses.

Von einem Mitglied der Malerfamilie Tischbein, genauer gesagt von Johann Heinrich Tischbein d. Ä., wurde 1767 ein Gemälde ausgeführt, das in der Offerte der Alten Meister zum Aufruf kommt. Als Motiv wählte Tischbein eine orientalische Szene mit einem Sultan, der seiner Odaliske beim Musizieren zuhört.

Mit einem für ihn eher ungewöhnlichen Motiv ist der österreichische Maler Oskar Mulley in der Auktion vertreten. Zwar dienten wie üblich die Berge der Alpen als Kulisse, doch wählte Mulley statt eines Bauernhofes das Schloss Tirol bei Meran als Hauptmotiv.

Der Abschluss der Auktionen am 7. Dezember (15 Uhr) setzt sich aus Moderner, Post-War und Zeitgenössischer Kunst zusammen. Eine kubistische Zeichnung August Macken kommt hier zum Aufruf, die der deutsche Künstler im April 1914 während einer zweiwöchigen Reise durch Tunesien anfertigte. Begleitet wurde Macke von seinen Kollegen Paul Klee und Louis Moilliet. Alle drei sammelten auf dieser Reise viele Eindrücke, die sich als wichtig für die deutsche Kunstszene erweisen sollten.

1927 portraitierte Otto Modersohn die Familie des Künstlers Jan Bontjes van Beek, die wie er in Fischerhude lebte, am Ufer der Wümme. Eines der Kinder ist die damals sechsjährige Cato, die Sechszehn Jahre später als Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus in Berlin hingerichtet wurde.

Besonders hervorzuheben unter den Grafiken des Auktionskataloges ist ein Portfolio mit 29 Plakaten zu den Olympischen Spielen in München 1972. Entworfen wurden die 14 Farblithographien und 15 Farbserigraphien von internationalen Künstlern, wie Hockney, Kokoschka, Wesselmann und Vasarely. Das Los umfasst jeweils das erste Exemplar aus einer Auflage von 200 Stück der Vorzugsausgabe.

Zuvor als wegweisender Künstler des Abstrakten Expressionismus, des Neuen Realismus und der Pop Art tätig, entdeckte der Amerikaner John Chamberlain die Fotografie erst im Alter von 50 Jahren für sich. Chamberlain schuf vor allem Panoramaaufnahmen, von denen zwei im Auktionskatalog aufgeführt sind.

Die Auktionen und das Schmuckseminar finden im Auktionshaus Neumeister in der Barer Straße 37 in München statt. Unter der gleichen Adresse ist die Ausstellung zur Auktion vom 29. November bis 3. Dezember für interessierte Besucher geöffnet.

Entdecken Sie alle aktuellen Lose des Kunstauktionshauses Neumeister hier bei Barnebys.