Die Auktion mit über 200 exquisiten Losen beginnt am 15. Dezember um 16 Uhr. Veranstaltungsort ist der Hauptsitz des Auktionshauses an der Piazza Lovatelli in Rom. Alle Objekte der Auktion können dort vom 11.-14. Dezember in der Ausstellung besichtigt werden. Alle Interessenten, die es leider nicht schaffen in die italienische Hauptstadt zu reisen, haben die Möglichkeit, ihre Vorgebote schriftlich, per Fax, Telefon, Email oder über den Onlinekatalog abzugeben. Die Versteigerung wird zudem live im Internet übertragen.

Sehen Sie nun einige der "weiblichen" Highlights der Auktion. Für nähere Informationen klicken Sie bitte wie gewohnt auf die Bilder.

In diesem Fall haben Kunstwissenschaftler und Historiker das Glück, dass der Name der dargestellten Person auf dem Portrait vermerkt ist. Was jedoch unklar ist, ist der Maler. Das Gemälde wurde schließlich Pier Francesco Cittadini aus Mailand zugeschrieben. Der dort ansässige Graf Arconati hatte es zusammen mit den Portraits seiner anderen drei Töchter für seine Villa in Auftrag gegeben.

Der Ursprung der "Trauben-Madonnen" geht auf das 2. Jahrhundert zurück. Sie folgen damit der altchristlichen Vorstellung, dass Maria die Weinrebe ist, aus der Jesus als göttliche Weintraube hervorgegangen ist. In den Darstellungen der Traubenmadonna hält meist Maria die Trauben in der Hand. Es gibt aber auch Beispiele, wie im vorliegenden Fall, dass der auf ihrem Schoß sitzende Christusknabe die Rebe festhält.

Die Muse Urania war die Tochter des Göttervaters Zeus und der Nymphe Mnemosyne. Ihr Zuständikeitsbereich war die Astronomie. Typischerweise wird Urania mit einem sternunbesetzten Gewand, einem Himmelsglobus und einem Zeigestab dargestellt. Paolo de Matteis wählte für sein Gemälde statt des Stabes einen Stechzirkel.

Der Kult der Bona Dea ("gute Göttin") wurde in Rom betrieben. Nur ihre Priesterinnen kannten ihren richtigen Namen. Der Kult war vornehmlich Frauen vorbehalten. Die Bona Dea war die Göttin der Frauen, der Heilung, der Jungfräulichkeit und der Fruchtbarkeit. Als Symbol der Letzteren hat die vorliegende Statuette, die aus der Frühzeit des Kultes stammt, ein Füllhorn im Arm.

Dieses unsignierte Portrait einer unbekannten Edeldame wurde dem venezianischen Maler Lorenzo Lotto zugeschrieben. Ein Anhaltspunkt für die Zuschreibung ist das Portrait der Lucia Bremati, das Lorenzo Lotto um 1518 gemalt hatte. Sowohl auf jenem Gemälde wie auch auf dem vorliegenden weisen Handhaltung und Haartracht eine große Ähnlichkeit auf.

Der in Bayreuth geborene August Riedel lebte seit 1828 in Italien, wo er sein großes malerisches Talent weiter vervollkommnete. Neben der ausgesprochen harmonischen Farbgebung, sind es vor allem die weichen Sonnenlicheffekte, die sein Werk so anziehend machen. Die Darstellung von Frauen machen einen wichtigen Teil seines Oeuvres aus.

Zu den ältesten Bildträgern, die Portraits zierten, zählen übrigens Münzen. Auch zu diesem Thema versteigert Bertolami Fine Arts am 10. und 11. Dezember eine Vielzahl ausgezeichneter Objekte, die die Herzen von Numismatikern höher schlagen lassen werden. Diese Auktion findet ausschließlich online statt.

Alle Objekte aus den aktuellen Katalogen von Bertolami Fine Arts finden Sie hier bei Barnebys.