Der erste Auktionstag (2. Dezember) umfasst 941 Lose aus den Bereichen Silber und Metall, Glas und Porzellan, Grafik und Plastik. Aus dem Hause Meissen stammen zwei hoch interessante Werke, die Meistermodelleur Johann Joachim Kaendler entworfen hat. Zum einen eine prunkvolle Pendule als Allegorie auf Afrika. Zwei Figuren sowie ein Elefant und mehrere Vögel aus Porzellan und ein Emaillezifferblatt wurden in eine Montierung aus feuervergoldeter Bronze eingefasst. Zum anderen die große Figurengruppe "Schneider auf Ziegenbock", bei der es sich vermutlich um eine Spottfigur des sächsisch-polnischen Premierministers Graf Heinrich von Brühl handelt. Die vorliegende Ausformung der Figur stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Am 3. Dezember folgen Gemälde, Möbel, Schmuck, Uhren und Kunsthandwerk. Eine äußerst seltene Figurenpendule wurde um 1820 in Paris hergestellt. Die drei Personen zeigen eine Szene aus dem Roman Atala des französischen Schriftstellers François-René de Chateaubriand, der damals sehr populär war.

Ebenfalls in Frankreich wurde diese Folge von vier höfischen Tapisserien angefertigt, die Allegorien der vier Jahreszeiten im Louis XVI-Stil zeigen. Die feinen Wanddekorationen stammen aus einer der weltberühmten Tapisserie-Manufakturen in Aubusson.

Aus dem Umkreis des flämischen Malers Frans Francken d. J. stammet ein barocker Kabinettschrank auf Stollenfüßen. Die polychromen Bildtafeln zeigen biblische Szenen wie Hagar und der Engel oder Susanna im Bade. Jüngeren Datums ist ein feiner Lyrasekretär aus verschiedenen Hölzern. Das seltene Stück wurde im 19. Jahrhundert in Wien hergestellt.

Stellvertretend für die große Schmuckofferte der Auktion sehen Sie hier einen repräsentativen Weißgoldring sowie ein herausragendes Paar Ohrringe. Während der Ring mit einem champagnerfarbenen Diamant im Princesscut von ca. 4,28 ct besetzt ist, zieren die Ohrringe zwei Diamanten im Radiantschliff in der Tönung Natural Fancy Grey (je ca. 2,00 ct).

Aus dem Gemäldeangebot haben wir für Sie zwei Werke aus dem frühen 20. Jahrhundert herausgepickt. Auf seine typisch-humorvolle Weise hat der Berliner Maler Heinrich Zille eine Gruppe von Artisten bei der Vorbereitung für ihren nächsten Auftritt in der Manege dargestellt. Zille war ein fleißiger Zirkusbesucher und wählte die dort arbeitenden Künstler wiederholt als Motiv aus. Ganz ohne Personenstaffage kommt die Landschaft mit rotem Haus des deutsch-russischen Malers Andreas Jawlensky aus. Jawlensky, dessen Vater ebenfalls Maler war, galt als Wunderkind. Bereits im Kindesalter wurden seine Werke, die von den Expressionisten und Fauves inspiriert waren, ausgestellt.

Am 9. Dezember erwartet uns ein breitgefächertes Angebot, bei dem nochmals Porzellan und Malerei zum Aufruf kommen. Des weiteren wird Spielzeug angeboten sowie Kunst aus Fernost. Bei letzterer sind vor allem zwei Schnitzereien aus hellgrüner, braungesprenkelter Jade zu nennen, die jeweils ein liegendes Pferd darstellen. Sie wurden vermutlich im 16. Jahrhundert in China angefertigt.

Die Versteigerungen auf Schloss Ahlden finden am 2., 3. und 9. Dezember statt. Auktionsbeginn ist jeweils um 11 Uhr. Wer die Objekte gerne selbst vorab der Auktion in Augenschein nehmen möchte, hat noch bis zum 30. November die Gelegenheit dazu.

Entdecken Sie hier alle Objekte aus den aktuellen Katalogen des Kunstauktionshauses Schloss Ahlden.

Kommentar