Die nächste Auktion im Hause Heickmann findet am 9. und 10. Juni in Chemnitz statt. Neben einem breitgefächerten Angebot aus Kunst verschiedener Epochen, Porzellan, Silber, Münzen oder Schmuck, kommen auch zwei Sammlungen mit Arbeiten von Künstlern des 20. Jahrhunderts zum Aufruf.

Sammlung Jens Henkel

Mit der Sammlung Jens Henkel mit insgesamt 277 Losen kommen sechs Werke der Dresdner Künstlerin Herta Günther zum Aufruf. Herta Günther, die ihr Kunststudium in ihrer Heimatstadt absolvierte, ist seit 1957 als freischaffende Künstlerin tätig. Wie die beiden oben abgebildeten Werke belegen, sind die Vorbilder von Herta Günther bei Künstlern wie Otto Dix oder George Grosz zu suchen.

Neben der Sammlung Henkel kommt auch jene von Klaus Behnke zum Aufruf, die Arbeiten der Künstler Hermann und Ursula Naumann umfasst.

Sammlung Klaus Behnke

Hermann Naumann arbeitet als Bildhauer, Grafiker und Maler. Seine unakademische Ausbildung zum Bildhauer erhielt er im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz. Das Malen und viele grafische Techniken, die teilweise kaum noch jemand beherrscht, brachte er sich selbst bei. 1950 wurde er im Alter von 20 Jahren vom Verband der Bildenden Künstler als jüngstes Mitglied im Bereich Bildhauerei aufgenommen.

Waren Naumanns Arbeiten zunächst noch vom Naturalismus geprägt, wendete er sich mit der Zeit vermehrt der Abstraktion zu. Ein großes Vorbild Naumann war Karl Schmidt-Rottluff, was vor allem in seinen Holzschnitten deutlich wird. Mit Otto Dix verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Vor allem seine Arbeit als Buchillustrator hat Hermann Naumann einen internationalen Ruf eingebracht. So werden Werke von ihm auch im Solomon R. Guggenheim Museum in New York ausgestellt.

Von 1950 bis 1977 war Hermann Naumann mit der Bildhauerin Ursula Naumann, geb. Stöhr, verheiratet. Auch von ihr kommen einige Werke in der Auktion zum Aufruf.

Glas

In der Kategorie "Glas", die 42 Positionen umfasst, ist vor allem diese Amethystglas-Vase hervorzuheben, deren goldenes Dekor eine exotische Szene mit Palmen und Elefanten zeigt. Die Art Déco-Vase wurde 1926 vom Karlsbader Glashersteller Moser gefertigt. Das Unternehmen, das zu diesem Zeitpunkt auf eine beinahe 70-jährige Firmengeschichte zurückblicken konnte, war vor dem Ersten Weltkrieg Hoflieferant für die kaiserlichen und königlichen Höfe in Wien, London und Teheran gewesen.

Porzellan

Mit beinahe 200 Positionen ist das Porzellan in der Auktion von Heickmann erneut gut vertreten. Und wie es sich für ein sächsisches Auktionshaus gehört, dürfen natürlich Erzeugnisse der Porzellanmanufaktur Meissen nicht fehlen.

Die bezaubernde Offerte präsentiert sich breitgefächert, sowohl was das Alter der Modelle und Arbeiten betrifft, als auch den jeweiligen Startpreis.

Neben Stücken aus der frühen Zeit der Manufaktur, finden Sie in der Auktion auch solche des 20. Jahrhunderts. Die Startpreise reichen von moderaten 20 Euro bis hin zu stattlichen 38.000 Euro. Aber egal, wieviel Geld man ausgeben möchte, die detailreichen Dekore aus Meissen zeigen, dass sie im Laufe der Jahrhunderte nicht an Feinheit eingebüßt haben.

Die Epoche des Jugendstils bedeutete auch für die Meißner Manufaktur einen Aufbruch zu neuen Formen. Aber ebenso wurden die nach wie vor beliebten Modelle des Rokoko nach wie vor hergestellt oder neu geformt. Ein Meister darin war Paul Scheurich, der von 1918 bis 1936 exklusiv für den Porzellanhersteller arbeitete. Mit dem oben abgebildeten Pärchen greift er jedoch eine andere Epoche auf, nämlich die des Biedermeiers, die etwa von 1815 bis 1848 dauerte.

Die Versteigerungen beginnen am 9. Juni um 18 Uhr mit Moderner Kunst, anschließend kommt die Sammlung Jens Henkel unter den Hammer. Am 10. Juni folgen ab 10 Uhr Kunst und Antiquitäten und um 19 Uhr die Sammlung Klaus Behnke.

Die Ausstellung zur Auktion kann vom 3. bis 8. Juni besucht werden. Zudem lädt das Auktionshaus Heickmann am 6. Juni um 18 Uhr zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Druckgrafik" ein.

Entdecken Sie das gesamte aktuelle Angebot des Auktionshauses Heickmann gleich hier bei Barnebys.

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