Uhren, Schmuck, Kunstobjekte, Möbel - In der Auktion, die Meister Rennrad am 23. April veranstalten wird, ist wirklich für jeden etwas dabei.

Unter den 324 Losen verdient eines ganz besonders unsere Aufmerksamkeit. Dabei handelt es sich um eine seltene Tasse mit Untertasse aus dem Service der französischen Kaiserin Joséphine.

Die Tasse ziert in einem ovalen Goldmedaillon das Portrait der Marquise de Rambouillet. Am oberen Rand sehen wir einen floralen Fries mit Rosetten, während der untere Bereich abwechselnd mit Lotusblüten und Palmetten geschmückt ist.

Auf der unteren Seite der Untertasse können wir das berühmte Emblem der Kaiserin entdecken. Der aus einer goldenen Karyatide bestehende Henkel der Tasse ist ebenfalls typisch für das Service.

Ein ähnliches Modell aus dem gleichen Service ziert ein Portrait der Kaiserin, gemalt nach einer Vorlage des italienischen Miniaturenmalers Fernando Quaglia. Es befindet sich im Museum von Malmaison, dem Wohnsitz Joséphines. Ein großer Teil des Services befindet sich in der Eremitage.

Zwei ähnliche Tassen wurden 2010 bei Christie’s sowie vor ein paar Tagen bei Drouot verkauft. Sie erzielten 40.000 bzw. 43.750 Euro. Das von Meister Renard vorgestellte Exemplar wurde auf attraktive 3.000-4.000 Euro geschätzt, was viele Sammler und Institutionen auf den Plan rufen dürfte.

Übrigens: Der Marquise de Rambouillet bzw. ihrem Herrn Gemahl gehörte im 17. Jahrhundert das Schloss Rambouillet nordöstlich von Paris in einem weitläufigen Waldgebiet gelegen. 1783 kaufte Ludwig XVI. das Anwesen als sein privates Jagdschloss. Die Jagd war die größte Leidenschaft des unglücklichen Königs. Gewiss hätte er das folgende Objekt, das ebenfalls in der Auktion versteigert wird, in seinen Räumen in Rambouillet ausgestellt.

Aus der sächsischen Porzellanmanufaktur Meissen stammt diese Jagdgruppe, die zwei Hunde wiedergibt, die einen Eber zur Strecke bringen wollen. Das farbig gefasste und mit vielen Details versehene Modell wurde im 18. Jahrhundert entworfen und ausgeführt. Sein Schätzpreis liegt bei 2.500-3.000 Euro.

Wesentlich friedlicher geht es hingegen auf den drei Armen dieses außergewöhnlichen Deckenlüsters zu, der ebenfalls in Meißen gefertigt wurde. Jeder Arm teilt sich zusätzlich in drei Zweige auf, was den Leuchter wie ein Baum erschienen lässt.

Der florale Effekt wird zusätzlich durch ein üppiges plastisches Dekor verstärkt, welches mit Putten und Tauben ergänzt wird. Auch hier liegt der Schätzpreis bei 2.500-3.000 Euro.

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