Am 8. September bittet das Münchner Auktionshaus Rütten zur Auktion in seinen Räumen in der Nymphenburger Straße 133. Zum Aufruf kommen ab 13 Uhr rund 300 Lose aus Kategorien wie, Gemälde, Möbel und Einrichtung, Silber, Skulpturen, Ikonen und Asiatica. Die umfangreichste Sparte der Auktion bildet mit 86 Positionen das Porzellan, das mit interessanten Figuren aus der Commedia dell'Arte oder drei "Heldenputti" der Mariensäule mehr als nur einen Blick wert ist.

Auch Service für die Speise-, Kaffee- oder Teetafel dürfen bei einer umfangreichen Porzellanofferte natürlich nicht fehlen.

Aus der Manufaktur Meissen der Marcolini-Zeit (1774-1814) stammt ein Kaffee- und Teeservice, das mit feiner, Genreszenen darstellender Lupenmalerei verziert wurde. Ausgeführt wurden diese Arbeiten von Johann Georg Loehnig, der als bester Figurenmaler seiner Zeit angesehen wurde. Ebenfalls aus Meissner Herstellung stammt ein 36-teiliges Kaffee- und Moccaservice aus dem 20. Jahrhundert, das das berühmte Zwiebelmuster trägt, welches eines der ersten Dekore der sächsischen Porzellanmanufaktur ist.

Ein weiteres Service mit blauem Dekor stammt aus der ehemaligen Porzellanmanufaktur Rauenstein in Thüringen, die von 1783 bis 1930 existierte. In der Auktion ist sie mit einem schönen Kaffeeensemble im Delfter Stil vertreten, das mit Darstellungen von Windmühlen und Segelbooten die berühmten Delfter Kacheln aufgreift.

Ein Blütendekor in zartem Blau ziert ein Speiseservice der böhmischen Manufaktur Haas & Czjzek, die erst vor wenigen Jahren ihre Tore für immer schließen musste. Zu seinen Hochzeiten fand die Manufaktur Abnehmer in der gesamten österreichisch-ungarischen Donaumonarchie. Ein Beleg dafür findet sich auch auf dem vorliegenden Service, das zwischen 1888 und 1896 hergestellt wurde: Der Stempel des k.u.k. Hoflieferanten J.K. Klammerth aus Graz.

Für das Porzellanservice Zauberflöte Sarastro lies sich der dänische Künstler Björn Wiinblad von seiner Lieblingsoper inspirieren. Das besondere Merkmal dieser Serie, die von der Manufaktur Rosenthal umgesetzt wurde, ist das goldenen Reliefdekor mit Szenen aus der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart.

Sechs Personen können sich an dem Teeservice mit Kuchentellern, Sahnekännchen und Zuckerdose erfreuen, das aus der Manufaktur Nymphenburg stammt. Die bezaubernde Verzierung mit Libellen und Kleeblättern stammt aus der Zeit um 1900.

Von 1986 stammt die Geschirrserie La maison de Louis Cartier, die die französische Schmuck- und Uhrenfirma kreierte und damit auf ihren Gründer Louis Cartier anspielte. Dekoriert sind die Porzellanteile in Rot, Grün und Gold mit Häusern, Bäumen, Papageien und Panthern, die eines der bekanntesten Symbole des Unternehmens sind.

Die Ausstellung zur Auktion ist vom 3.-6. September täglich von 11-18 Uhr für interessierte Besucher im Auktionshaus geöffnet.

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