Die Versteigerungen beginnen am 4. November um 10 Uhr mit russischem Kunsthandwerk. Dabei sind Silber, Gemälde und Porzellan, dekorative Objekte sowie bronzene Ikonen und liturgisches Gerät.  Am Nachmittag geht es ab 13:30 Uhr weiter mit bedeutenden russischen und griechischen Ikonen. Diese Auktion wird am Folgetag ab 10 Uhr fortgesetzt. Die Vorbesichtigungen finden vom 29. Oktober bis 3. November statt. Einige Highlights haben wir auch jetzt schon für Sie. Klicken Sie für nähere Informationen bitte auf die Bilder.

Diese vielfigurige Ikone stellt das Jüngste Gericht dar, welches in den abrahamitischen Religionen nach dem Tod auf jeden Gläubigen wartet. Im Christentum erscheint Jesus als Weltenherrscher, der über ewiges Leben oder ewige Verdammnis entscheidet. Dies ist auf der Ikone anschaulich wiedergegeben: Links sieht man die frommen Gläubigen in das Himmelreich einziehen, an dessen Tor Petrus steht. Am unteren Bildrand werden die Sünder an einer Kette von Satan in die Hölle gezogen. Christus befindet sich als Pantokrator in der oberen Bildmitte, über ihm ist Gottvater abgebildet. Eine der bekanntesten Darstellungen des Jüngsten Gerichtes ist jene von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle.

Diese Ikone zeigt die Mutter Gottes mit dem Christusknaben. Diese Art der Darstellung kam in der kretischen Ikonenmalerei des späten 15. Jahrhunderts auf. Zudem sind westliche Einflüsse zu bemerken (Schleier und Gewandschließe). Durch eine Signatur lässt sich die Ikone eindeutig Nikolaos Tzafoures zuordnen, der um 1500 in Heraklion/Iraklio, damals Candia unter venezianischer Herrschaft, tätig war.

Die Heilige Anna von Kasin entstammte dem russischen Uradel. Nach einem bewegten und verlustreichen, weltlichen Leben, ging sie ins Kloster und wurde Nonne, zunächst in Twer, später in Kasin, wo sie auch verstarb und bestattet wurde. 1611 erschien sie dort während einer Belagerung einem Priester. Seitdem wurden ihre Reliquien verehrt, 1649 erfolgte ihre Heiligsprechung.

Der Bildtypus der Gottesmutter von Smolensk geht auf die byzantinische Mariendarstellung der Hodegetria ("Wegweiserin") zurück. Typisch ist die Hand Marias, die auf den Jesusknaben deutet, der eine Schriftrolle in der Hand hält.

Die Ikone zeigt den auf einem Esel reitenden Christus bei seinem Einzug in die Stadt Jerusalem am Palmsonntag. Ihm folgen seine zwölf Jünger, die später zu den Zwölf Aposteln wurden - außer Judas Iskariot, der auf Grund der Umstände durch Matthias ersetzt wurde.

In der westlichen Kirche spielt die Höllenfahrt Christi, also sein Abstieg in das Totenreich zwischen Kreuzigung und Auferstehung, eher eine untergeordnete Rolle, ist aber auch Teil des Glaubensbekenntnisses. In der Ostkirche hingegen ist der Abstieg das eigentliche Heilserlebnis, da Christus dort die Seelen der Gerechten seit Adam befreite. Es ist als Motiv auf den Osterikonen zu finden.

Nikita und Demetrius waren beide Soldaten im 3./4.Jahrhundert, die sich um das Christentum verdient gemacht haben und letztendlich für ihren Glauben sterben mussten. Daher sind beide als Märtyrer anzusehen. Demetrius wird zudem als Heiliger der Soldaten verehrt.

Christus als Pantokrator (Weltenherrscher) ist uns bereits in der ersten Abbildung begegnet. Für die farbige Verzierung des vergoldeten Silber-Oklads wurden zwei unterschiedliche Varianten des Emaille-Dekors verwendet: Der Nimbus sowie die Rundmedaillung wurden in Cloisonné-Technik ausgeführt. Hierbei werden Metallstreifen in einem Muster auf das Objekt aufgelötet. In die so entstandenen Kammern wird anschließend das Emaille eingefügt. Bei der Champlevé-Technik hingegen wird der metallene Objektträger ausgeschabt und das Emaille dann in die Vertiefungen hineingegeben. Bei der Ikone wurde diese Technik beim aufgeschlagenen Evangelium sowie der Inschriftenplakette angewendet.

Noch weit vom Pantokrator entfernt, erstaunte der 12jährige Jesus die Gelehrten im Tempel von Jerusalem mit seinem außergewöhnlichen Wissen. Die andere Seite des Tabletka zeigt Jesus als Wunderheiler, der Lazarus von den Toten auferstehen lässt. Die Episode weist große Ähnlichkeit mit der Auferstehung von Christus selbst auf und wird als deren Vorbote angesehen.

Das Wort Deesis stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Bitte", "Flehen" oder "Gebet". Das Triptychon zeigt die kleinste ikonografie Form mit Maria und Johannes dem Täufer, die sich dem zentralen Christus bittend zuwenden. Sind neben den drei Personen noch weitere Heilige abgebildet, spricht man von einer "großen Deesis".

Diese beiden silbernen Kowschi stammen aus dem berühmten Haus Fabergé, das vor allem für seine für den Zarenhof gefertigten Ostereier bekannt ist. Doch nicht nur prachtvolle Juwelen gehörten zum Sujet des Hauses, auch feinste Silberobjekte wurden dort hergestellt. Eine besondere Vorliebe des Firmenbesitzers Carl Fabergé war die Fertigung solcher Stücke nach Vorbildern der altrussischen Volkskunst.

Kowschi (russ. "Schöpfkelle", "Eimer") sind traditionelle Trinkgefäße, die in Russland vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gebräuchlich waren. Sie wurden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Hölzerne Exemplare gab es genauso wie solche aus Silber oder anderen Metallen.

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