Das Cambridge Lover's Knot-Diadem

1981 versteigerte Christie's das Cambridge Lover's Knot-Diadem, ein Schmuckstück, das im 19. Jahrhundert für Prinzessin Auguste von Hessen-Kassel, Herzogin von Cambridge angefertigt worden war. Sie vererbte es an ihre Tochter Auguste, verheiratete Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz, die es wiederum ihrer Enkelin, der Kronprinzessin und Titular-Königin Jutta von Montenegro vermachte.

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Die Gemahlin des britischen Königs George V., Mary von Teck, ließ ein Replikat des Diadems anfertigen, welches sie an ihre Enkelin, Queen Elizabeth II. weitergab. Seitdem wurde das außergewöhnliche Stück sowohl von Prinzessin Diana, als auch von Catherine, Herzogin von Cambridge bei verschiedenen Anlässen getragen.

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Die Smaragde der Herzogin von Berry

Im letzten Jahr versteigerte Sotheby's in Genf eine Auswahl herausragender und ehemals herrschaftlicher Juwelen. Ein Ensemble entstammte dem Besitz einer der bekanntesten Frauen aus dem europäischen Hochadel des 19. Jahrhunderts: Maria Karolina von Neapel-Sizilien.

Maria Karolina war eine Enkelin der älteren Schwester Marie Antoinettes, die mit dem König von Neapel-Sizilien verheiratet worden war. Maria Karolina wiederum wurde 1816 mit einem Mitglied des gerade wieder regierenden französischen Königshauses verheiratet, dem Herzog von Berry. Dieser wurde nur vier Jahre nach der Hochzeit von einem Attentäter ermordet. In den folgenden Jahren erlebte die junge Witwe alle Turbulenzen der französischen Politik hausnah mit und versuchte - vergebens - ihren eigenen Sohn auf den französischen Thron zu heben.

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Die Demi-Parure aus dem Besitz der Herzogin von Berry wurde für ca. 1,4 Millionen Euro versteigert. Der exzellente Schmuck ist besetzt mit Diamantrosen und prachtvollen, tropfenförmigen Smaragden. Der größte von ihnen wiegt 14,03 ct.

La Régente - Eine wahrlich herrschaftliche Perle

Gleich mehrfach versteigert wurde die Régente, ihres Zeichens eine der größten Perlen der Welt. Das außergewöhnliche Stück wurde 1811 von Napoleon erworben, der es in ein Diadem seiner zweiten Gemahlin Marie-Louise von Österreich einarbeiten ließ. Im Zweiten Kaiserreich wurde die Perle von Kaiserin Eugenie getragen. Nach dem endgültigen Ende der bonaparteschen Herrschaft in Frankreich 1870 geriet der Schmuck des Kaiserhauses zunächst in Vergessenheit. 1887 wurde er jedoch bei einer Auktion im Louvre versteigert. La Régente kam nach Russland in den Besitz des Fürsten Nikolai Jussupow.

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Durch die Russische Revolution waren die Jussupows 1919 gezwungen, Russland zu verlassen. Ihren Schmuck konnten sie jedoch nicht mitnehmen. Sie versteckten ihn unter einer Treppe ihres Moskauer Stadtschlosses, wo er sechs Jahre später jedoch entdeckt wurde. 1897 wurde La Régente bei einer Auktion in New York angeboten. Bereits ein Jahr darauf wurde die Perle erneut durch Christie's in Genf versteigert. Zum letzten Mal wurde sie 2005 aufgerufen und schließlich für etwa 2,1 Millionen Euro verkauft.

Die Juwelen der Herzogin von Windsor

Die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson war Zeit ihres Lebens nicht sehr beliebt, vor allem nicht bei der britischen Königsfamilie, brachte ihre Liebe doch Edward VII. dazu, 1936 auf die gerade erst geerbte Krone des Vereinigten Königreiches zu verzichten. Wallis und Edward war unter den Namen Herzog und Herzogin von Windsor nun ein Leben im Ausland beschieden. Und obwohl Wallis niemals Königin wurde, war ihre Schmucksammlung jedoch einer Königin würdig.

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1987 übernahm Sotheby's die Mammutaufgabe, 300 Stücke aus Wallis' Schmucksammlung zu versteigern, viele davon ausgesuchte Unikate von Cartier, Van Cleef & Arpels und Suzanne Belperron. Ein einzigartiges goldenes Zigarettenetui, das Edward Wallis bereits 1935 zu Weihnachten geschenkt hatte und das die Route einer geplante Ferienreise auf dem Deckel hatte, wechselte für etwa 220.000 Euro den Besitzer. Und niemand geringeres als Schmuckliehaberin Elizabeth Taylor erstand eine Diamantbrosche mit den Insignien des Prinzen von Wales für etwa 520.000 Euro (ein Preis der sich bei der Versteigerung von Taylors Schmucksammlung mehr als verdoppeln sollte). Insgesamt brachte die Auktion ca. 42 Millionen Euro ein.

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Die Juwelen von Princess Margaret, Countess of Snowdon

2006 kam bei Christie's wieder Schmuck aus der britischen Königsfamilie unter den Hammer. Dieses Mal jedoch von einem "legalen" Mitglied: Princess Margaret, Countess of Snowdon (1930-2002), die kleine Schwester der Queen.

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Zu den Losen der Auktion, die es auf ein Gesamtergebnis von ca. 14,7 Millionen Euro brachte, gehörte auch das Poltimore-Diadem, das 1870 vom Hofjuwelier Garrard für die Gemahlin des Schatzmeisters Baron Poltimore angefertigt worden war. Das Diadem wurde 1959 versteigert. Die Queen schenkte es ihrer Schwester Margaret anlässlich ihrer Verlobung mit dem Fotografen Anthony Armstrong-Jones, nach der Hochzeit 1960 Earl of Snowdon. Der Zuschlagspreis für das Diadem machte etwa ein Zehntel des Gesamtergebnisses aus.

Weitere Preise von Schmuckstücken, die in der Vergangenheit versteigert worden sind, finden Sie hier in unsere Datenbank.

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