Eines vorweg: die Unterteilung in Edel- und Halbedelsteine ist nicht mehr zeitgemäß. Heutzutage wird allgemein vom "Schmuckstein" gesprochen, um die Herabsetzung, die ein Stein durch die Bezeichnung als "Halbedelstein" erfährt, zu vermeiden.

Drei Eigenschaften bestimmen den "Titel", den ein minerales Gestein tragen darf: Schönheit, Seltenheit und Härte.

Das Kriterium "Schönheit" wird wiederum in drei Punkte eingeteilt: Farbe, Glanz und Transparenz. Früher war es allein der Glanz oder das Funkeln eines Steines, auf das der Mensch durch den Schliff aktiv Einfluss nehmen konnte. Mittlerweile kann durch Erhitzung eines Steins seine Farbe verändert werden. Es ist sogar möglich, Einschlüsse mit Hilfe eines Lasers zu reduzieren. In der Regel müssen vorgenommene Veränderungen am natürlich Stein angegeben werden.

Was die Härte betrifft, wird diese mit der Mohs-Skala bestimmt. Steine müssen mindestens die Härtestufe 7 aufweisen, um als Edelsteine bezeichnet zu werden. Zu diesen Steinen gehören Diamanten, Smaragde, Rubine, Saphire, Topase und Morganit. Als härtester Stein steht der Diamant als Pate für die zehnte und höchste Gruppe der Skala.

Edelsteine sind meist mineralischen Ursprungs. Dabei kann das selbe Mineral unterschiedliche Varietäten haben. So wird ein Korund, der Spuren von Chrom aufweist, zum Rubin. Bei allen weiteren farbigen Varietäten des Korunds - von blau bis gelb, braun und grün - handelt es sich um einen Saphir.

Auch beim Mineral Beryll kommen verschiedene Varietäten vor: Smaragd, Aquamarin und Goldberyll.

Eine große Gruppe unter den Mineralien für Schmucksteine bilden die Quarze. Bekannte Varianten sind Rauchquarz, Rosenquarz, Bergkristall oder auch der Amethyst. Verliert ein Amethyst durch Erhitzung seine violette Farbe, färbt er sich gelblich und wird anschließend als Citrin gehandelt.

In zwei Varietäten tritt auch das Mineral Zoisit als Schmuckstein in Erscheinung: als rosafarbener Thulit und als blauer Tansanit. Der Name "Tansanit" geht übrigens auf die Juwelier-Instanz Tiffany's zurück. Dort meinte man, die allgemeine Bezeichnung "Zoisit" würde zu sehr an das englische Wort für Selbstmord ("suicide") erinnern und sich daher nicht für einen Schmuckstein eigenen. Stattdessen wählte man den Namen "Tansanit" und spielte damit auf das Land an, in den 1967 zum ersten Mal ein Tansanit entdeckt wurde.

Bei Schmuck- und Edelsteinen muss es sich nicht ausschließlich um Steine bzw. kristalline Strukturen oder dergleichen handeln. Auch Bernstein, Korallen, Perlen und Perlmutt werden mittlerweile zu ihnen gezählt.

Alle im Artikel vorgestellten Schmuckstücke werden am 25. Januar bei Durán Subastas in Madrid versteigert. Außer Schmuck kommen auch Kunst und Antiquitäten zum Aufruf.

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