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Möglicherweise war es Ilias Lalaounis’ Bestimmung gewesen, eine Karriere in der Welt des Schmucks anzutreten, da er als Nachfahre von Goldschmieden in Delphi auf die Welt gekommen war. Wie dem auch sei, war es letztendlich doch sein außerordentliches Talent, das ihn die internationale Szene erobern ließ und ihm eine Fanbase bescherte, die sich sehen lassen konnte: Barbra Streisand, Jackie Kennedy Onassis und Charlize Theron.

Inspiriert von der Kunst der Antike, welche er unter Verwendung von 22-karätigem Gelbgold wieder zum Leben erweckte. Lalaounis wendete ebenfalls alte Techniken, wie Granulierung oder Filigranarbeit an, um zeitgenössische Stücke zu schaffen, die einen Hauch der Vergangenheit in sich tragen.

Lalaounis' Karriere begann in der Firma seines Onkels, die er wahrscheinlich 1940 übernahm. Alle dort geschaffenen Kreationen stammten von ihm selbst.

1968 nahm Lalounis Urlaub von seiner eigenen Firma, die zwischen 1957 und 2001 mehr als 18.000 Schmuckstücke in 50 Kollektionen kreiert hatte, um seine Marke in Athen, Paris, Genf, New  York, Hongkong und London zu vermarkten. Nach Lalaounis’ Tod im Jahre 2013 übernahmen dessen Töchter die Leitung der Firma.

Das Ilias Lalaounis Schmuck-Museum in Athen. Das Ilias Lalaounis Schmuck-Museum in Athen.

Die Spuren, die Lalaounis im Schmuckdesign der 1960er und 1970er Jahre hinterlassen hat, sind bemerkenswert. 1970 wurde seine Blow Up-Kollektion zur Sensation, als er seine Models von Kopf bis Fuß mit Goldschmuck behängte - ein Look, den der konservative und diamantenbesessene Schmuckmarkt nie zuvor gesehen hatte.

Auf der Höhe seines Erfolges organisierte Lalaounis eine internationale Schmuckausstellung in Athen. Neben Lalaounis selbst präsentierten auch große Namen wie Van Cleef & Arpels, Bulgari oder Harry Winston ihre Stücke. Zudem war es eine gute Gelegenheit herauszufinden, welche revolutionäre Ideen Lalaounis als nächstes auf den Markt bringen würde.

1976 erhielt Lalaounis einen seiner bedeutendsten Aufträge, der sicherlich zu den inspirierendsten in seinem Portfolio gehört. Die persische Kaiserin Farah Pahlavi orderte eine Kollektion mit Schmuckstücke und Objekten, die von der persischen Kunst inspiriert sein sollten. Ausgestellt wurden die Kreationen im kaiserlichen Palast in Teheran.

Lalaounis Beiträge zum Schmuckdesign blieben nicht ungekündigt. 1986 wurde er als einziger Juwelier überhaupt zum Mitglied der Académie des Beaux-Arts.

Alle vorgestellten Stücke kommen bei Fellows’ Auktion mit antikem und modernem Schmuck am 13. April zum Aufruf. Den vollständigen Katalog können Sie gleich hier bei Barnebys entdecken.

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