Neben Diamanten, Saphiren und Smaragden sind Rubine die wertvollsten Edelsteine der Welt, für die bei Auktionen die höchsten Preise gezahlt werden. Den Rekord hält der auf einen Ring montierte blutrote Sunrise Ruby von 25,59 ct, der 2015 für 26,1 Millionen Euro in der Schweiz versteigert wurde.

Der Sunrise Ruby ist ein Burma-Diamant. Aus dem südostasiatischen Land, das heute Myanmar heißt, kommen die weltweit begehrtesten Rubine. Das bedeutendste Abbaugebiet dort ist die Region rund um die zentral im nördlichen Teil Myanmars gelegene Stadt Mogok, die auch Valley of the Rubies genannt wird.

Auch der größte ungeschliffene Rubin stammt von dort: The Mogok Sun mit einem Gewicht von 1734 Karat. Der größte geschliffene Rubin bringt sogar stolze 8500 Karat auf die Edelsteinwaage. Der zum Liberty Bell Ruby geschliffene Stein wurde in den 1950er Jahren in Ostafrika gefunden. 2011 fiel er einem Diebstahl zum Opfer und gilt seitdem als verschwunden.

Neben Myanmar gelten im asiatischen Raum Thailand (das frühere Siam) und Sri Lanka (früher Ceylon) als die begehrtesten Abbaugebiete für Rubine. Vor allem seit den 1960er Jahren zählen Minen ist Ostafrika, vor allem in Tansania und Kenia, ebenfalls dazu.

Je nach Beschaffenheit des jeweiligen Steines erhalten Rubine einen Facetten-Schliff oder den glatten Cabochon-Schliff.

Früher wurden Rubine auch als Stein des Lebens bezeichnet, der seinen Besitzer von Krankheit, Pest und Tod schützte. Eine weitere Bedeutung hat er wegen seiner roten Farbe als Stein der Liebe. Passend dazu wird das 40-jährige Jubiläum einer Ehe auch als Rubin-Hochzeit bezeichnet.

Die vorgestellten Schmuckstücke werden am 22. Dezember ab 11 Uhr in der Eppli-Auktionshalle in Leinfelden-Echterdingen versteigert. Ebenfalls zum Aufruf kommen Kunst, Antiquitäten, Spielwaren, Porzellan, Uhren, Silber und Mobiliar.

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