Unter der Losnummer 64 kommt eine interessante Brosche zum Aufruf, die vermutlich zum Andenken an die Krönung des englischen Königs Edward VII. (1901) angefertigt wurde.

In der Mitte ist die mit Diamanten und Farbsteinen besetzte britische Königskrone zu sehen, die von einem floralen Kranz umgeben ist. Auf diesem wurden mit Emaillefarbe die Nationalblumen Englands (Rose), Schottlands (Distel) und Kleeblatt (Irland) gemalt. Was fehlt ist der walisische Lauch bzw. Narzisse. Der Grund dafür könnte sein, dass der Titel des Prince of Wales mit der Krönung Edwards zum König des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland an seinen ältesten Sohn George überging.

Edwin Austin Abbey, The Coronation of King Edward VII | Abb. via Royal Collection Trust Edwin Austin Abbey, The Coronation of King Edward VII | Abb. via Royal Collection Trust

Das nächste Los auf unserer Liste ist die Nr. 72. Hinter dieser Nummer verbirgt sich ein besonders schönes Paar Diamantohrringe aus der georgianischen Epoche Englands (1714-1830), als vier Könige mit dem Namen Georg hintereinander die Krone des Inselkönigreiches trugen. Der Diamantbesatz der Ohrringe umgibt jeweils einen tropfenförmigen Smaragd aus Kolumbien.

Nicht aus Kolumbien sondern aus Sri Lanka stammt der ovale Saphir von 16,42 ct, der einen Weißgoldring unter der Nr. 270 des Kataloges ziert. Umgeben ist der blaue Stein von einem Kranz aus weißen Brillanten, was dem Edelsteinarrangement das Aussehen einer Blume verleiht.

Aus der spätgeorgianischen Epoche, die allgemein auch als Regency bezeichnet wird, stammt ein interessanter Uhrenschlüssel aus Gelbgold (Los 477). Denn dieser diente seinem Besitzer nicht nur als Instrument zum Aufziehen einer Uhr, sondern auch als Erinnerungsstück an einen geliebten Menschen. Von dieser Person sind einige geflochtene Haare in den Schlüssel integriert. Die Rückseite ziert die Zeichnung einer Grabstele unter einem Weidenbaum. Erinnerungsstücke dieser Art waren damals sehr geläufig.

Das Egyptian Revival liebte es exotisch Foto via Cogpunk Steamscribe Das Egyptian Revival liebte es exotisch
Foto via Cogpunk Steamscribe

Dem Ägyptenfeldzug Napoleons im Jahre 1798 folgte eine Ägyptomanie in ganz Europa. Dieses, in England "Egyptian Revival" genannte, Stilerlebnis erlebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen absoluten Höhepunkt, der weder vor der Mode, der Architektur und dem Kunstgewerbe Halt machte. Und natürlich auch nicht vor der Juwelierkunst.

Und so ist es nicht der Bundesadler im Partyoutfit, der uns hier als Eyecatcher an diesem ägyptisch-inspirierten Collier (Los 280) entgegenblickt, sondern der ägyptische Gott Horus in seiner Gestalt als Falke. Ganz im Stil seiner antiken Vorbilder ist das gelbgoldene Schmuckstück mit Türkisen, Koralle und Lapislazuli verziert.

Die fünf vorgestellten und 530 weitere Schmuckstücke kommen am 14. Juni ab 11 Uhr im Antique & Modern Jewellery Sale von Fellows zum Aufruf. Entdecken Sie den gesamten Auktionskatalog des Auktionshauses gleich hier.

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