Josef Hoffmann

Josef Hoffmann (1870 Pirnitz - 1956 Wien) Josef Hoffmann (1870 Pirnitz - 1956 Wien)

Der in Mähren geborene Architekt und Designer Josef Hoffmann war Gründungsmitglied sowohl der Wiener Secession, als auch er Wiener Werkstätte. Das Ziel von ihm und seiner Mitstreiter war es, nicht nur der Kunst neue Impulse zu geben, sondern auch dem Kunsthandwerk eine höhere Qualität zu verleihen, die mit dem überbordenden Prunk des in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorherrschenden Historismus (in Wien vor allem in der Ringstraßen-Architktur), nichts mehr zu tun haben sollte.

Hoffmann engagierte sich in vielen Bereichen der Wiener Werkstätte und entwarf Schmuck genauso wie Silberobjekte oder Möbel. Er entwarf auch das Palais Stoclet in Brüssel, das vollständig von Mitgliedern der Wiener Werkstätte gestaltet wurde und heute zum Welterbe der UNESCO gehört.

Maria Likarz-Strauss

Maria Likarz-Strauss (1893 Przemyśl - 1971 Rom) Maria Likarz-Strauss (1893 Przemyśl - 1971 Rom)

Eine Gemeinschaftsarbeit von Josef Hoffmann und Maria Likarz-Strauss ist diese emaillierte Tabatière. Maria Likarz-Strauss war von 1912-14 sowie von 1920 bis 1931, dem Jahr der Auflösung der Vereinigung, Mitarbeiterin der Wiener Werkstätte. Zunächst widmete sie sich der Grafik, später Arbeiten aus Ton und Emaille. Anschließend konzentriere sie sich vollkommen auf das Entwerfen von Mode.

Koloman Moser

Koloman Moser (1868 Wien 1918) Koloman Moser (1868 Wien 1918)

Mit Koloman Moser haben wir ein weiteres Gründungsmitglied der Wiener Werkstätte vor uns. Moser arbeitete als Maler, Grafiker und Kunsthandwerker. Seine vielen Reisen führten ihn an verschiedene Orte in Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. 1904 gestaltete er die erste Ausstellung der Wiener Werkstätte in Berlin.

Das in der Auktion angebotene Ölgemälde mit violetten Schwertlilien hat er mit der verkürzten Form seines Vornamens, Kolo, signiert.

Dagobert Peche

Dagobert Peche (1887 Sankt Michael im Lungau - 1923 Mödling) Dagobert Peche (1887 Sankt Michael im Lungau - 1923 Mödling)

1915 konnte Josef Hoffmann den talentierten Künstler Dagobert Peche davon überzeugen, der Wiener Werkstätte beizutreten. Peche, bei dessen Designs florale Elemente im Mittelpunkt standen, war mit seinen fantasievollen Entwürfen eine große Bereicherung für die Künstlergemeinschaft.

Peches außerordentliches Talent führte dazu, dass ihm von 1916 bis 1920 die Leitung der neugegründeten Zürcher Filiale der Wiener Werkstätte übertragen wurde.

Egon Schiele & Gustav Klimt 

Egon Schiele (1890 Tulln an der Donau - 1918 Wien) Egon Schiele (1890 Tulln an der Donau - 1918 Wien)

Auch die Maler Gustav Klimt und Egon Schiele waren Mitglieder der Wiener Werkstätte, die sich im Bereich der Bildenden Künste und der Grafik engagierten.

Von Egon Schiele kommt in der Auktion, neben einigen Zeichnungen, auch eine kleine Arbeit in Öl zum Aufruf. Der Jugendliche Schiele hatte damit eine Straßenszene mit einem Huhn, einem Hahn und einem grünen Zaun in Klosterneuburg eingefangen. Die Familie Schiele war drei Jahre zuvor in das Niederösterreichische Städtchen gezogen. Zum Zeitpunkt des Entstehens des Bildes kam Egon Schiele jedoch nur noch als Besucher nach Klosterneuburg, da er seit 1906 Student an der Akademie der Bildenden Künste in Wien war.

Gustav Klimt (1862 Baumgarten - 1918 Wien) Gustav Klimt (1862 Baumgarten - 1918 Wien)

Der Meister Gustav Klimt ist mit sieben Zeichnungen in der Auktion vertreten. Ein sehr interessantes Stück stellt die Studie für das Bildnis Margarethe Constance Lieser dar. Der Verbleib des daraus entstandenen Portraits der Industriellen-Tochter, die während des Zweiten Weltkrieges in London verstarb, gilt heute als unbekannt.

Links: GUSTAV KLIMT - Studie für das Bildnis Fräulein Lieser, 1917 Rechts: GUSTAV KLIMT - Bildnis Margarethe Constance Lieser, 1917 Abb. klimt.com Links: GUSTAV KLIMT - Studie für das Bildnis Fräulein Lieser, 1917
Rechts: GUSTAV KLIMT - Bildnis Margarethe Constance Lieser, 1917

Die Wiener Werkstätte erlebte ihre Glanzzeit in den Jahren vor den Ersten Weltkrieg. Die wirtschaftlich schwierigen 1920er Jahre gingen auch an der Künstlervereinigung nicht ohne Probleme vorbei. 1932 war das Unternehmen bankrott und löste sich auf.

Alle vorgestellten Objekte von Künstlern der Wiener Werkstätte kommen in der nächsten Auktion des Auktionshauses im Kinsky zum Aufruf. Die Versteigerungen mit Kunst des Jugendstils und der Klassischen Moderner sowie Design und Zeitgenössischer Kunst findet am 20. und 21. Juni in Wien statt. Am 22. Juni folgt eine weitere Auktion mit Büchern und Autographen.

Die Schaustellung zur Auktion kann vom 14. bis 22. Juni besucht werden.

Entdecken Sie das gesamte aktuelle Angebot des Auktionshauses im Palais Kinsky hier bei Barnebys.

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