Die Weihnachtsauktion des Auktionshauses Rütten beginnt am 10. Dezember um 13 Uhr. Zum Aufruf kommen 340 Lose aus Kategorien wie Porzellan, Gemälde, Möbel und Einrichtung, Skulpturen, Silber und Schmuck. Aus der Offerte der letztgenannten Kategorie sehen Sie hier ein von Juwelier Schoeffel gefertigtes Collier aus 35 weißen und champagnerfarbenen Perlen. Der Schätzpreis dieses eleganten Objektes liegt bei 9.000-10.000 EUR.

Sowohl bei den Ikonen als auch bei den Gemälden der Auktion findet sich das Thema der Gottesmutter mit dem Jesusknaben auf dem Arm. Oben sehen Sie die in einen vergoldeten Silberoklad gefasste Gottesmutter von Kasan, die im 19. Jahrhundert in Russland gefertigt wurde. Unten folgt eine Kopie des berühmten Gemäldes von Tizian, das neben Maria und dem Kind auch Johannes den Täufer zeigt. Das Bild stammt ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert.

Mit viel Sinn für Humor hat hier der deutsche Genremaler Richard Eisermann eine bäuerliche Szene eingefangen. Mitten in der Bauernstube bekommt ein unglücklich dreinblickender Knabe die Haare geschnitten. Der "Friseur" (sein Großvater?) ist offenbar kein Profi, denn er verwendet einen Topf für die präzise Schnittführung. Ein barfüßiges Mädchen schaut vergnügt zu. Neben den dargestellten Personen ist auch das Interieur der Stube schön wiedergegeben, mit dem Ofen, der Wanduhr sowie der bemalten Tür.

Wesentlich mehr Spaß hat da dieser Junge, der Schneebälle werfen darf. "Zu verdanken" hat er diesen Umstand Alfred König, der diese Porzellanfigur um 1900 für die Manufaktur in Meißen entworfen hat.

Mit 121 Losen ist die Kategorie Porzellan in der Auktion am stärksten vertreten. Unter den Einzelfiguren, Gruppen, Servicen und Tellern finden sich Erzeugnisse der unterschiedlichsten Manufakturen wie Meissen, Rosenthal, Nymphenburg, Herend oder Allach.

Ein sehr hübsches Ensemble stellt dieses Mokka-Tête-à-tête dar, das dem sogenannten Bayerischen Königsservice entstammt. Die ungewöhnliche Form wurde um 1790 von Dominik Auliczek entworfen, das Dekor mit Rosen und Akanthusblättern stammt von Paul Ludwig Troost. Das vorliegende Service wurde im 20. Jahrhundert ausgeführt und befindet sich in neuwertigem Zustand.

Eine eigene Kategorie der Auktion bilden die Objekte aus dem Ladengeschäft des Königlichen Hoflieferanten Hans Sollfrank. Der Tabakladen in der Münchner Theatiner Straße existierte von 1868 bis 1982. Neben Tabaktöpfen aus Keramik, die mit der jeweiligen Tabaksorte beschriftet sind, kommen auch einige kunstvoll geschnitzte Holzfiguren zum Aufruf, die Hans Sollfrank eigens zur Eröffnung seines Ladens in Auftrag gegeben hatte.

Eine interessante Wanduhr kann mit diesem Augsburger "Zappler" ersteigert werden. Als Zappler werden Uhren bezeichnet, deren Pendel sich vor dem Zifferblatt befindet. Dadurch gibt es sie nicht nur als Wanduhr, sondern auch in Form von Tisch- oder Kaminuhren.

Walzenspieluhren sind eine Schweizer Erfindung, die auf das späte 18. Jahrhundert zurückgeht. Ihre industrielle Herstellung begann um 1840, sodass höhere Stückzahlen produziert werden konnten. Nun wurden neben der die Melodie abspielenden Walze und dem Kamm auch Zusatzfunktionen wie kleine Glöckchen eingebaut. In dem vorliegenden Modell werden diese von kleinen Vögelchen zum Klingen gebracht.

Diese ebenfalls in der Schweiz gefertigte Armbanduhr spielt zwar keine Melodie ab, kann dafür aber praktischerweise am Handgelenk getragen überall hin mitgenommen werden. Dabei zeigt sie nicht nur Datum und Uhrzeit an. Sie verfügt zudem über eine Weckfunktion. Das Modell wurde in limitierter Auflage hergestellt.

Mit einem weiteren Objekt für das Handgelenk möchten wir nun diese kleine Präsentation beenden. Es handelt sich um einen sehr dekorativen Armreif, dessen reicher Smaragd- und Diamantbesatz mit Weißgold gefasst ist. Den Rahmen dazu bilden zwei Gelbgoldschienen.

Die Vorbesichtigungen zur Auktion finden vom 5. bis 8. Dezember täglich von 11-18 Uhr in der Nymphenburger Straße 133 statt. Die Objekte des aktuellen Kataloges können Sie aber auch hier bei Barnebys entdecken.