Eine runde mit Achat- und Karneolstein verzierte, goldene Schatulle aus dem Jahr 1780 von Johann Christian Neuber in Dresden Eine runde mit Achat- und Karneolstein verzierte, goldene Schatulle aus dem Jahr 1780 von Johann Christian Neuber in Dresden

Eine runde mit Achat- und Karneolstein verzierte, goldene Schatulle aus dem Jahr 1780 von Johann Christian Neuber in Dresden

Im November 2013 erhielt das Art Loss Register über ihre Webseite eine Suchanfrage nach dem obigen Objekt von einem Kunsthändler in London, der Interesse am Kauf der goldenen Schatulle hatte. Die Box war anscheinend im Besitz eines deutschen Sammlers und wurde dem Kunsthändler für einen Preis von 200 000 EUR angeboten. Als Art Loss genauer zur Provenienz des herausragenden Gegenstands recherchierte, enthüllte der Agent, dass der Großvater des heutigen Eigentümers die Schatulle vom Händler Julius Böhler erstanden hatte, der ihn wiederum von der Familie Margarete Oppenheim in München gekauft haben sollte. Margarete Oppenheim und ihre Tochter Charlotte von Weshelden waren jüdischer Herkunft und ab 1933 von den Nationalsozialisten verfolgt worden.

Die gemeinsame Nennung der Namen Oppenheim und Böhler sorgten sofort dafür, dass bei Art Loss die Alarmglocken klingelten und umfassende Nachforschungen zur Provenienz und Besitzergeschichte der goldenen Schatulle eingeleitet wurden. Sie entdeckten, dass die Schatulle im Zuge einer Zwangsversteigerung der Kunstsammlung von Margarete Oppenheim im Zeitraum vom 18. bis 22. Mai 1936 bei einer Auktion im Auktionshaus Julius Böhler in München veräußert worden war. Die Schatulle war damals mit einem Schätzpreis von 1800 RM versehen worden und war für weniger als die Hälfte des Schätzpreises für lediglich 890 RM versteigert worden.

Das Art Loss Register kontaktierte den rechtlichen Repräsentanten der Erben Oppenheims, die daraufhin mitteilten, dass Sie Anspruch auf die Schatulle erheben würden. Bis dato hatte die Familie Oppenheim nicht den Namen des deutschen Sammlers gekannt, der die goldene Schatulle bei der Zwangsversteigerung erworben hatte. Das Art Loss Register informierte den aktuellen Besitzer zur krummen Provenienz der Schatulle und bot den Erben die Gelegenheit nun, da sie die Identität der Käufer kannten, endlich Anspruch auf diesen Kunstgegenstand zu erheben.

Art Loss war dann beiden Parteien dabei behilflich zu einer fairen Einigung zu gelangen. Nach mehreren Diskussionen stimmten beide Seiten dem Verkauf der Schatulle an den Londoner Händler mit einer 50-50 Aufteilung des Verkaufserlöses zu.

Anfang 2014 war das Angebot von 230 000 EUR des Londoner Händlers für diese einzigartige Schatulle akzeptiert worden, was einen bedeutenden Gewinn für die Familie Oppenheim darstellte.

Erfahren Sie mehr über ART LOSS !

Oder entdecken Sie schöne Schatullen, und Kästchen auf Barnebys!

 

Kommentar