Der Scherenschnitt hat seinen Ursprung in China, wo er ab dem 4. Jahrhundert belegt ist. Europa erreichte diese Kunstform erst im hohen Mittelalter. Besonderer Beliebtheit erlebte der Scherenschnitt hier um 1800 und den folgenden Jahrzehnten. Eine sehr schöne Arbeit liegt hier vom Schweizer Künstler Louis David Saugy vor, der den Alpaufzug um 1925/30 schuf.

Die Silberschmiede Mayerhofer & Klinkosch wurde 1830/31 in Wien gegründet. Die Klientel bestand aus Adel und gehobenem Bürgertum. 1855 kam der Kaiserhof hinzu - die Manufaktur wurde Hoflieferant. Der Satz mit drei feinen Tafelaufsätzen aus Silber und Glas entstand drei Jahre vor diesem wichtigen Ereignis.

Ebenfalls in Wien entstand in der Epoche des Jugendstils eine weitere Arbeit aus Metall. Der figürliche Kerzenhalter in Gestalt einer jungen Frau wurde von Gustav Gurschner geschaffen, der in diesem außergewöhnlichen Objekt den Geschmack seiner Zeit traf, der bis heute nicht auf seine Liebhaber verzichten muss.

Weder aus Silber oder Bronze sondern aus Messing wurde vom Amsterdamer Uhrmacher A. Fromanteel diese interessante Laternenuhr geschaffen. Die Uhr stammt aus einer Privatsammlung, aus der etwa zehn weitere Laternenuhren aus den Niederlanden, Frankreich und England des 17. und 18. Jahrhunderts zum Aufruf kommen.

Einen Hauch von Historismus hat der bayerische Maler Franz von Stuck diesem Portrait seiner Tochter Mary (1896–1961) angedeihen lassen. Das Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Rundbildnis zeigt das Mädchen mit einer Haartracht des frühen 19. Jahrhunderts.

Nicht als Schriftsteller sondern als Maler tritt hier Hermann Hesse in Erscheinung. Das Aquarell zeigt die beinahe mediterran anmutende Landschaft von Hesses Wahlheimat im Tessin, wo er von 1919 bis zu seinem Tod lebte.

Am 6. Dezember ist wieder Nikolaustag. Passend dazu kommt eine russische Ikone des beliebten Heiligen zum Aufruf, die dort um 1910 angefertigt wurde. Das Temperabild des Nikolaus ist in einen Silberoklad eingefasst, der durch feinstes florales Dekor aus Emaille besticht.

Auch aus weiter Ferne haben die Auktion viele interessante Stücke erreicht. Aus dem Nordosten Persiens stammt ein feingeknüpfter Täbris mit "Vierjahreszeiten-Musterung", dessen zentrales Bild einen Hirsch vor einer Bergkulisse zeigt. Aus dem China der Qianlong-Zeit (1735-96) stammt eine Henkelvase in Form einer Kalebasse (Flaschenkürbis). Ihren gelben Grund ziert ein Dekor aus Blätterranken, Lotos-Blüten, Shou-Schriftzeichen und Fledermäusen.

Von Asien nach Afrika und weit in die Vergangenheit reisen wir mit der Totenmaske eines Hofbeamten aus dem 14. Jahrhundert v. Chr.

Links: Täbris-Bildteppich, extrafeine Knüpfung, NW-Persien um 1960 Mitte: Totenmaske eines Hofbeamten unter Amenophis III. (ca. 1390–1353 v. Chr.), bemalte Kartonage, Ägypten, Neues Reich, 18.Dynastie Rechts: Kalebassen-Henkelvase mit famille rose-Dekor, China, unterglasurblaue Qianlong-Marke

Links: Täbris-Bildteppich, extrafeine Knüpfung, NW-Persien um 1960
Mitte: Totenmaske eines Hofbeamten unter Amenophis III. (ca. 1390–1353 v. Chr.), bemalte Kartonage, Ägypten, Neues Reich, 18.Dynastie
Rechts: Kalebassen-Henkelvase mit famille rose-Dekor, China, unterglasurblaue Qianlong-Marke

In der Schmuckofferte kommen mehrere Lose mit Preziosen des Zürcher Goldschmiedes Philippe Pfeiffer zum Aufruf, darunter dieses Paar goldener Ohrclips, die mit Smaragd-Cabochons besetzt sind.

In dem einprägsamen Farbton "Potiron" gestaltet das französische Luxuslabel Hermès nicht nur seine Kartons und Geschenkverpackungen, sondern auch diese klassische Kelly Bag von 1997 aus weichem Leder.

Die Dezember-Auktion bei Schuler findet vom 11. bis 15. Dezember in Zürich statt. Dort kann noch bis zum 8. des Monats die Ausstellung zur Auktion besucht werden.

Das gesamte aktuelle Angebot des Auktionshauses Schuler finden Sie aber auch gleich hier bei Barnebys.

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