In gleich mehreren Losen werden in der Auktion bei Zwack antike Silberobjekte aus Persien aufgerufen. Die Auswahl umfasst sowohl Vasen und Becher, als auch Teller, Tabletts und Kannen.

Das Zentrum der persischen Silberherstellung befand sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in Isfahan. Zu den besten Silberschmieden dort gehörten Vartan und Lahiji. Die persischen Punzen für den Feingehalt des Silbers (in der Regel '84' für 875er Silber) orientierte sich an dem russischen (Zolotniki).

Ein feines Gemälde kommt mit Mädchen in Tracht des 1820 geborenen Malers Theodor Grätz zum Aufruf. Das dargestellte Mädchen ist in eine Marbuger Tracht gekleidet, genauer gesagt in eine Marburger evangelische Tracht, worauf ihre bestickte Kopfbedeckung - Stülpchen oder Betzel genannt, hindeutet. Diese Kappen werden mit einem schwarzen Band um das Kinn festgebunden. Typisch ist auch die Einfassung der Kappe mit schwarzem Band. Bei jungen, unverheirateten Mädchen kann diese Einfassung auch rot oder - wie auf dem Gemälde - grün sein.

Im Bereich der plastischen Kunst haben wir mit Cheval à la Barriere eine Bronzearbeit des französischen Bildhauers Pierre Jules Mène vor uns. Mène galt im 19. Jahrhundert als Pionier der Tierplastik. Sein bevorzugtes Motiv war die heimische Tierwelt, mit Rindern, Schafen und Ziegen. Sein besonders Augenmerk lag jedoch auf der Darstellung von Pferden, die er mit viel Lebensnähe wiederzugeben vermochte.

Vom Schreibtisch Friedrichs des Großen hat ein schön erhaltenes Dokument seinen Weg in die Auktion bei Zwack gefunden. Das vielseitige Schreiben vom 9. Juli 1764 ist in französischer Sprache verfasst und auch der preußische König hat mit der französischen Variante seines Vornamens "Frederic" unterzeichnet. Französisch war im 18. Jahrhundert die allgemeine Umgangssprache der höheren Gesellschaft. Friedrich II. bevorzugte es in jedem Bereich seines Lebens gegenüber seiner Muttersprache.

Drei schöne Armbanduhren aus Schweizer Herstellung führen die Uhrenofferte der Auktion an. Allerdings darf sich nur die Marke Chopard rühmen, ein echter "Eidgenosse" zu sein. Der Gründer von Hublot, Carlo Crocco, war gebürtiger Italiener, während Rolex 1905 in London von einem Deutschen und einem Engländer gegründet wurde.

Die Versteigerung im Auktionshaus Zwack beginnt am 14. April um 13 Uhr. Ab dem 3. April kann täglich (außer sonntags) eine Vorbesichtigung in den Räumen des Auktionshauses vorgenommen werden.

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