Der Salonwagen Nr. 1 wurde 1889 fertiggestellt und diente als persönlicher Eisenbahnwagon im Hofzug des reisefreudigen Kaiser Wilhelm II. Der Wagen war luxuriös ausgestattet und beherbergte einen Salon, ein Schlafgemach sowie ein Badezimmer für den Kaiser, einen Schlafraum und Toilette für seinen Flügeladjutanten, einen Ruheraum mit zwei Liegen für die beiden mitreisenden Diener und einen Heizraum. Der Salonwagen Nr. 1 ist heute im Museum für Verkehr und Technik in Berlin ausgestellt.

Der Hofzug bei der Eröffnung der Kaiserbrücke zwischen Mainz und Wiesbaden 1904. Der Hofzug bei der Eröffnung der Kaiserbrücke zwischen Mainz und Wiesbaden 1904.

Neben dem Reisen war alles Militärische das liebste Hobby von Kaiser Wilhelm II. Und trotzdem er 1890 Reichskanzler Otto von Bismarck an die Luft gesetzt hatte, wurde 1900 zu Ehren seines 85. Geburtstags ein neuer Panzerkreuzer nach ihm benannt - die posthume Ehrung, denn der Fürst war bereits 1898 verstorben. Die SMS Fürst Bismarck sollte jedoch nie ein so hohes Alter erreichen. Sie wurde 1920 nach Ende des 1. Weltkrieges abgewrackt.

Die SMS Fürst Bismarck während eines Besuchs in den Vereinigten Staaten zwischen 1900 und 1909. Die SMS Fürst Bismarck während eines Besuchs in den Vereinigten Staaten zwischen 1900 und 1909.

Die ersten Pferdebahnen, also von Pferden gezogene Wagen auf einem Schienennetz, entstanden Ende des 18. Jahrhunderts in England. Besonders in den Städten wurden sie im nachfolgenden Jahrhundert als Vorläufer der elektrifizierten Straßenbahnen und Omnibusse eingesetzt. In Paris erfolgte dieser Service durch die Compagnie générale des omnibus, die von 1855 und 1921 existierte.

Ein Wagen der Compagnie générale des omnibus in Paris Ein Wagen der Compagnie générale des omnibus in Paris

Ein weiterer Vorläufer unserer heutigen öffentlichen Verkehrsmittel war der Dampfomnibus, der im 19. Jahrhundert in Frankreich und England zum Einsatz kam. Der Dampfomnibus stand in Konkurrenz zur Dampfeisenbahn, die parallel zu ihm entwickelt wurde, konnte sich auf Dauer aber nicht gegen diese durchsetzen. Dampfomnibusse gab es in zwei unterschiedlichen Ausführungen: Als einzelner Wagen, bei dem Fahrer und Dampfkessel Teil der Fahrgastkabine waren oder als Aufliegerfahrzeug, bei dem die Fahrgäste in einem separaten Wagen untergebracht waren.

Road Steamer, um 1870 Road Steamer, um 1870

Zeppeline wurden zwischen 1900 und 1940 zur Personenförderung über weite Distanzen eingesetzt. Die Luftschiffe waren enorm groß und brauchten eine entsprechend große "Parkmöglichkeit" bzw. einen Ort, an dem sie gebaut werden konnten. Daher wurden spezielle Hallen gebaut, die sohl auf dem Land als auch auf dem Wasser gebaut wurden. An Land nutzte man ein Schienensystem, um die Zeppeline in die Hallen hinein und hinaus zu fahren. Auf dem Wasser wurden Pontons verwendet. Diese Schwimmkörper verfügen über keinen eigenen Antrieb, sondern müssen von einem Schlepper bewegt werden.

Schwimmende Zeppelinhalle auf dem Bodensee Schwimmende Zeppelinhalle auf dem Bodensee

Alle vorgestellten Spielzeuge werden am 1. und 2. Dezember in der 75. Spielzeug- und Reklameauktion von Anticomondo versteigert. Zum Aufruf kommen mehr als 2000 Eisenbahnen, Puppen, Stofftiere, Modellautos und mehr. Den gesamten Katalog zur Auktion können Sie gleich hier entdecken.

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