Die Künstler stammen aus Flandern, Italien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Insgesamt kommen 205 Gemälde zum Aufruf, von denen 126 aus der Hand Alter Meister stammen und 79 dem 19. sowie frühen 20. Jahrhundert zuzuordnen sind. Unter den Letzteren stark vertreten sind Künstler der Düsseldorfer Malerschule, wie Eugène Gustav Dückers, Fritz von Wille, Carl Friedrich Lessing, Oswald Achenbach und Max Clarenbach.

Wer sich die Werke vorab der Auktion ansehen möchte, der hat vom 14. bis 20. September Gelegenheit dazu. Eine Auswahl unserer Highlights sehen Sie bereits jetzt. Für nähere Informationen klicken Sie bitte wie gewohnt auf die Abbildungen.

Beginnen möchten wir mit zwei Darstellungen der Jungfrau Maria mit dem Christusknaben aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert. Ist der Künstler des ersten Werkes namentlich auch unbekannt, so kann seine Herkunft jedoch auf Antwerpen festgelegt werden. Das zweite Gemälde entstammt dem Umkreis des italienischen Künstlers Carlo Dolci. Es handelt sich um eine zeitgenössische Kopie seines Werkes "Madonna die Gigli", welches sich im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung befindet.

Im Folgenden sehen Sie nun zwei Gemälde des flämischen Malers Josse de Momper. In beiden sind Personenstaffagen in eine weite Landschaft eingefügt. Momper, der einer Künstlerfamilie angehörte, war ein Meister der Landschaftsmalerei. Eher selten tauchte er diese jedoch in eine abendliche Stimmung, was diese beiden Werke zu etwas ganz Besonderem macht.

Simone del Tintore blieb Zeit seines Lebens seiner toskanischen Heimatstadt Lucca verbunden, wo er auch seine Ausbildung in der Stilllebenmalerei absolvierte. Tintores Werke zeichnen sich durch eine kräftige Farbgebung aus.

Balthasar van den Bossches Hauptsujet war die Genremalerei, in welcher er Szenen des alltäglichen Lebens seiner Zeit festhielt. In Antwerpen geboren, führte ihn sein Weg außerdem nach Paris, wo er ein Atelier unterhielt.

Der niederländische Maler Jacobus Biltius hatte ein ausgesprochenes Faible für die Darstellung von Vögeln in Trompe-l'oeil-Manier, weshalb die Zuschreibung dieses Gemäldes zu seinem Werk als sehr sicher anzusehen ist. Die sehr realistisch wiedergegebenen Vögel vor der weißen Wand sowie die gekonnte Schattensetzung täuschen das Auge des Betrachters vortrefflich.

Aus dem 18. Jahrhundert stammt dieses Gemälde des italienischen Künstlers Domenico Maggiotto. Eine Variante davon kann im Rijksmuseum in Amsterdam bewundert werden.

Den Sprung ins 19. Jahrhundert machen wir nun mit dieser stimmungsvollen Landschaft von Adolf Chwala. Der tschechische Maler erhielt seine Ausbildung in Prag und ging 1864 nach Wien, wo er von 1885-98 Mitglied des Wiener Künstlerhauses war.

Dieses Gemälde des Spaniers Salvador Sánchez Barbudo zeigt eine in Rokoko-Gewändern gekleidete Personengruppe. Das Werk stammt jedoch aus dem 19. Jahrhundert, welches in historisierender Art und Weise gerne auf Stile früherer Epochen zurückgriff.

Mit diesem großformatigen Gemälde hat sich der Maler und Bildhauer Arthur Kampf sehr wahrscheinlich selbst bei der Arbeit in seinem Atelier festgehalten. Kampf war hauptsächlich als Historienmaler tätig.

Zum Schluss sehen wir wieder eine Personengruppe. Dieses Mal von der Hand Otto Pippels, der als einer der bedeutendsten Impressionisten des süddeutschen Raumes gilt. In seinen Werken hielt er mit Vorliebe das mondäne Leben in München fest.

Alle 205 Gemälde der Auktion von Lempertz finden Sie hier bei Barnebys.