Am 15. April 2012 jährte sich der Untergang der RMS Titanic zum 100. Mal. Das tragische Unglück ist bis heute unvergessen und beflügelt noch immer die Fantasie vieler Menschen, darunter natürlich Regisseur James Cameron, der 1997 den mit großem Aufwand produzierten Film Titanic veröffentlichte.

Die Titanic verließ den Hafen von Southampton am 10. April 1912 zu ihrer Jungfernfahrt Die Titanic verließ den Hafen von Southampton am 10. April 1912 zu ihrer Jungfernfahrt

Doch auch der seit 2004 in Genf ansässige Uhrenhersteller Romain Jerome (RJ Watches) ließ sich anlässlich des 100. Gedenktages zu einer ganz besonderen Uhrenkollektion inspirieren: Titanic DNA. Die Lünetten der Armbanduhren dieser limitierten Serie wurden zum Teil aus Metallen vom Wrack der Titanic gefertigt. Diese Partikel wurden mit rostfreiem Edelstahl verschmolzen. Anschließend erhielten die Lünetten einen "antiken Look".

Die Kollektion enthielt verschiedene Modelle, die jeweils in einer Auflage von nur 100 Stück erschienen, deren Neupreis bei bis zu 14.000 CHF lag. Bei Catawiki wurde nun ein Exemplar mit schwarzem Zifferblatt und zusätzlicher Sekundenanzeige für 4.000 Euro versteigert.

Um Teile der Titanic für eine Uhrenkollektion verwenden zu können, muss das entsprechende Material natürlich auch zur Verfügung stehen. Dies wird dadurch ermöglicht, dass Tauchgänge zum Wrack mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr sind. Sogar Privatpersonen können sich für eine entsprechende Summe in das Abenteuer stürzen.

1985 machten die Unterwasserforscher Robert Ballard und Jean-Louis Michel die Überreste des Schiffs in 3803 Metern Tiefe am Grund des Nordatlantik aus. Bereits im Jahr darauf erfolgte der erste Bemannte Tauchgang in einem speziellen Forschungs-U-Boot. Seitdem wurden viele Artefakte von der Titanic wieder an die Oberfläche gebracht. Sie werden in Museen ausgestellt oder auch versteigert. 2008 kam die Taschenuhr des 1. Klasse-Stewards Edmund Stone, der bei dem Untergang ums Leben gekommen war, bei einer Auktion zum Aufruf. Mit einem erzielten Preis von 130.000 Euro war die Uhr das bis dato teuerste Artefakt des Unglücks, das versteigert worden war.

2008 war die Taschenuhr des Stewarts Edmund Stone das bis dahin teuerste Titanic-Objekt, das bis dahin versteigert worden war | Foto: Alex via Catawiki 2008 war die Taschenuhr des Stewards Edmund Stone das bis dahin teuerste Titanic-Objekt, das bis dahin versteigert worden war | Foto: Alex via Catawiki

Uhren waren auf der Titanic natürlich allgegenwärtig. Besatzung und Passagiere, allen voran jene der 1. Klasse, führten ihre Taschenuhren mit sich. Armbanduhren waren 1912 noch eher die Ausnahme.

Aber auch viele Räume des Schiffes waren mit Tisch- oder Wanduhren ausgestattet. Die berühmteste Uhr der Titanic war zweifellos jene im prachtvollen Treppenaufgang der 1. Klasse. Direkt unterhalb der großen Glaskuppel zeigte sie, eingebettet in eine Holzvertäfelung mit Jugendstilmotiven, den betuchten Passagieren die Zeit an.

Die berühmte Wanduhr im Treppenaufgang der 1. Klasse | Foto via vongestern.com Die berühmte Wanduhr im Treppenaufgang der 1. Klasse | Foto via vongestern.com

Die goldene Kaminuhr in der Suite der 1. Klasse-Passagiere Isidor und Rosalie Straus | Foto via vongestern.com Die goldene Kaminuhr in der Suite der 1. Klasse-Passagiere Isidor und Rosalie Straus | Foto via vongestern.com

Neben falschem Ehrgeiz, einigen Baumängeln und fehlender Notausrüstung, war es die Zeit, die der Titanic in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 zum Verhängnis geworden war. So sollen zwischen dem Bemerken des Eisberges und der Kollision lediglich 30 Sekunden vergangen sein. Anschließend standen den Menschen (und Tieren) an Bord nur 2 Stunden und 40 Minuten zur Verfügung, um sich auf den wenigen Rettungsboote in Sicherheit zu bringen.

Wer sich das oben genannte Abenteuer eines Tauchganges zum Wrack gönnen möchte (Kosten ca. 100.000 USD), der muss sich beeilen: Wissenschaftler prognostizieren die vollständige Zerstörung des Wracks durch metallfressende Bakterien innerhalb der nächsten 20 Jahre.

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