Die an Highlights nicht arme Uhrenauktion bei Cortrie beginnt am 17. März um 16:30 Uhr. Zwei absolut herausragende Objekte der insgesamt 271 Lose möchten wir Ihnen nun gleich zu Beginn vorstellen.

Eine absolute Rarität unter den begehrten Art déco-Uhren von Cartier ist diese Frackuhr aus Weißgold. Tatsächlich ist ein solches Exemplar wohl noch nie bei einer Auktion angeboten worden. Ihr originales guillochiertes Zifferblatt weist einen ringförmigen Ausschnitt für den Minutenzeiger auf, daher auch "mysterieuse" genannt, sowie ein kleines Fenster für die springende Stunde. Komplettiert wird die funktionstüchtige Uhr durch ihre originale Kette und Box sowie dem Buch "The Cartier Collection Timepieces", in welchem sie abgebildet ist.

Eine seltene Komplikation, die das Messen kleinster Zeitabstände ermöglicht, macht die Taschenuhr zu einem Chronoscope. Die Funktion wurde in den 1920er Jahren vom Schweizer Uhrmacher Robert Cart entwickelt und nur in wenigen Uhren verbaut. Das hochfeine, achtfach regulierte Kaliber mit Genfer Streifen und 19 Steinen ist mit der Signatur der European Watch and Clock Co. versehen. Dabei handelt es sich um die in den 1920er Jahren entstandene Zusammenarbeit von Cartier mit diversen Herstellern von Uhrwerken, allen voran Edmund Jaeger von Jaeger-LeCoultre, in deren Manufaktur viele der von Cartier verwendeten Uhrwerke hergestellt wurden.

Mehr als 100 Jahre älter und nicht weniger spektakulär als die "mysteriöse" Uhr von Cartier ist diese Broschenuhr in Form einer Schildkröte. Das museale Stücke aus Gelbgold und Silber ist mi teilweise außergewöhnlich großen Diamanten besetzt. Mittig auf dem Panzer der Schildkröte ist eine kleine Uhr mit sichtbarer Unruh eingefasst, umgeben von einer Emailleverzierung in kräftigem Blau. Der Aufbau der Uhr und ihres Zifferblattes deuten auf die Genfer Firma Piguet et Cart hin.

In einer Uhrenauktion von so herausragender Qualität darf natürlich auch ein Exemplar des populären Daytona-Modells von Rolex nicht fehlen. Zusätzliches Prestige erhielt das Modell, nachdem eine Daytona im letzten Jahr zur teuersten Armbanduhr in einer Auktion wurde. Die Daytona Ref. 6263 "Big Red" gehört zu den meist gesuchten Uhren von Rolex.

Historisch sehr interessant ist eine goldene Taschenuhr, die sich einst im Besitz des vorletzten Sultans und Kalifen des Osmanischen Reiches, Mehmet V., befand, dessen Name auf dem Deckel in arabischer Schrift zu lesen ist. Gefertigt wurde die Uhr im Jahr 1909 von den Hofjuwelieren Constantaras Frères in Konstantinopel (Istanbul). Es handelt sich um eine von zwei Taschenuhren, die die Firma damals mit Sicherheit an den Sultan lieferte.

Mit dieser außergewöhnlichen Schmuck-Armbanduhr begeben wir uns von der Uhren- zur Schmuckauktion, die am 18. März ebenfalls um 16:30 Uhr bei Cortrie stattfindet. Die Versteigerung umfasst 225 Lose mit antiken, modernen und Vintage-Stücken. Neben Colliers, Ringen, Ohrhängern und Armbändern darf auch auf lose Steine von hervorragender Qualität mitgeboten werden.

Das außergewöhnliche Armband aus Gelbgold und blauer Emaille kann als Uhr oder als Schmuckstück getragen werden. Umgeben von einer mit Diamanten besetzten Lunette, kann das Gehäuse des Lépine-Uhrwerks herausgenommen werden. Die Rückseite zeigt eine eine feine Emaillemalerei mit der Darstellung eines Mädchens mit Früchtekorb.

Sehen Sie zum Schluss noch einige der vielen herrlichen Juwelen in den schönsten Farben. Wählen Sie zwischen farbenfrohen Edelsteinen wie Saphiren,  Rubinen,  Turmalinen oder Tansaniten. Oder bevorzugen Sie doch den klassischen Diamant?

Die Möglichkeit einer Vorbesichtigung aller Objekte besteht an beiden Auktionstagen jeweils vor der Versteigerung ab 13 Uhr. Wer so lange nicht warten kann, schaut sich das gesamte aktuelle Angebot von Cortrie am besten gleich hier an.

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