Erst im November letzten Jahres fand eine Patek Philippe Reference 1518 aus Edelstahl einen neuen Besitzer bei der Auktion mit exklusiven Armbanduhren des Auktionshauses Phillips in Genf. Diese Armbanduhr mit Chronograph, ewigem Kalender und Mondphasen wurde von Patek Philippe von 1941 bis in die frühen 1950er Jahre hergestellt. Insgesamt waren es 281 Exemplare, meist aus Gelbgold oder Roségold. Rostfreier Stahl war eher selten. Und so sind auch heute lediglich vier 1518er aus diesem Material bekannt. Beachtet man diesen enormen Seltenheitswert dieser Uhr sowie ihren hervorragenden Zustand, verwundert es nicht, dass sie einem Sammler 11.002.000 CHF (10.200.000 EUR) wert war. Denn die Wahrscheinlichkeit, diese Uhr tatsächlich erwerben zu können, hat man - wenn überhaupt - nur einmal im Leben.

PATEK PHILIPPE Reference 1518 aus Edelstahl, 1943 Foto: Phillips PATEK PHILIPPE Reference 1518 aus Edelstahl, 1943
Foto: Phillips

Für eine noch höhere Summe wechselte die teuerste Taschenuhr der Welt ihren Besitzer, auch sie ein Fabrikat von Patek Philippe. In diesem Fall handelt es sich sogar um ein Einzelstück, die ihren Namen dem Mann verdankt, der sie bei der Schweizer Firma in Auftrag gab: Henry Graves Junior. Henry Graves (1868-1953) war ein New Yorker Bankier und Kunstsammler. Noch leidenschaftlicher als Kunst sammelte er jedoch Uhren; darin befand er sich in einem Wettstreit mit dem Automobilhersteller James Ward Packard. Dieser konnte 1927 für sich verbuchen, die Uhr mit den meisten Komplikationen zu besitzen. Graves wollte dies überbieten und gab bei der Firma Patek Philippe, die er förderte, eine entsprechende Uhr in Auftrag. Das Ergebnis war die Henry Graves Supercomplication, eine Taschenuhr im Gelbgoldgehäuse, die über 24 Komplikationen verfügt; u. a. zeigt sie den Nachthimmel über New York an.

PATEK PHILIPPE The Henry Graves Jr. Supercomplication Foto: Sotheby's PATEK PHILIPPE The Henry Graves Jr. Supercomplication
Foto: Sotheby's

1933, acht Jahre nachdem er den Auftrag dazu erteilt hatte, konnte Graves seine wunderbare Uhr für damals 60.000 CHF in Empfang nehmen. Nach Graves Tod wurde die Uhr Teil der Ausstellung des Time Museum in Rockford Illinois. 1999 wurde sie dann erstmals bei Sotheby's New York versteigert. Den Zuschlag erhielt ein Mitglied der königlichen Familie von Katar für 11.002.500 USD (ca. 10.400.000 EUR). Die Supercomplication wurde dem Patek Philippe Museum als Leihgabe überlassen. Und es war ebenfalls in einem Auktionssaal von Sotheby's, dieses Mal jedoch in Genf, wo die Uhr im November 2014 erneut zum Aufruf kam und mit einem Endpreis von 23.237.000 CHF (21.500.000 EUR) zur teuersten Uhr in einer Auktion wurde.

Uhren von Patek Philippe gibt es auch hier bei Barnebys.

Kommentar