Am 5. und 6. Mai lädt das Auktionshaus Cortrie wieder zur Auktion nach Hamburg ein. Der erste Auktionstag ist der Versteigerung von Taschen-, Armband- und Sammleruhren vorbehalten, die in 248 Losen zum Aufruf kommen. Am folgenden Tag werden 326 Positionen mit erlesenen Schmuckstücken aufgerufen.

Der Uhrenkatalog wird von einer bedeutenden goldenen Taschenuhr angeführt, die um 1810 vermutlich von der Genfer Firma Piguet et Capt angefertigt wurde. Der Besitzer der Uhr dürfte ein Freund der Musik gewesen sein, denn dieser Thematik ist die Uhr gewidmet. Zum einen mit einem mit einem Musikwerk und dem emaillierten Figurenautomat The Concert, der im aktivierten Zustand, eine Dame auf ihrer Harfe und einen Herren auf seinem Cello spielen lässt.

Die Kleidung der Figuren sowie das sie umgebene Wohninterieur entspricht dem damaligen Zeitgeschmack. Das Emaillezifferblatt zeigt in feinster Lupenmalerei eine antikisierende Allegorie der Musik. Musikwerk und Figurenautomat der hervorragend erhaltenen und funktionstüchtigen Uhr sind einzeln regulierbar und spielen auf Wunsch jeweils zur vollen Stunde.

Eine weitere Taschenuhr der Auktion mit feinster Emaille-Lupenmalerei wurde um 1780 vom Londoner Uhrmacher Timothy Williamson gefertigt, wie der eingravierte Namenszug zeigt. Williamson war einer der wenigen Uhrmacher, die Aufträge für den damaligen Kaiser von China Qianlong ausführten. Auch diese außergewöhnlich große Karosserieuhr war für den chinesischen Markt bestimmt.

Eine seltene astronomische Taschenuhr mit emailliertem Monogramm von 1886 stammt aus dem Umfeld von Patek Philippe. Genauer gesagt von Laurent Gostkowski, dem Sohn von Wincenty Gostkowski, der Partner bei Patek Philippe & Co. in Genf war. Vater und Sohn Gostkowski gründeten 1876 eine eigene Uhrenmanufaktur in Paris und später in Genf. Die bei Patek Philippe erlernte Uhrmacherkunst zeigte sich auch in den eigenen Erzeugnissen von Laurent Gostkowski, wie das vorliegende Beispiel belegt.

Üppig mit Orientperlen in floralen Mustern besetzt ist eine goldene Taschenuhr von ca. 1825. Vergleichstücke, von denen weniger als 10 bisher auf Auktionen angeboten wurden, legen nah, dass Bautte & Moynier in Genf der Hersteller war. Die Uhr wird dem glücklichen Höchstbietenden mitsamt ihrer Originalbox übergeben, die belegt, das das museale Stück ursprünglich bei Mellerio dits Meller in Paris verkauft worden war.

Die kurze Fertigungsspanne um das Jahr 1790 macht diese Spindeluhr zu einer echten Rarität. Sie verfügt über einen seltenen "bras en l'air"-Automaten ("Arme in der Luft"), bei der die Arme der zentralen Figur auf dem Zifferblatt die Stunden und Minuten anzeigen. Zusätzlich bewegt sich bei laufendem Werk der Kopf der Figur hin und her. Diese Kombination ist von nur 5 weiteren Exemplaren bekannt.

Auch Sammler und Freunde der Armbanduhr kommen in der Auktion auf ihre Kosten. Zwei Torlose dieser Sparte stammen von Daniel Roth und A. Lange & Söhne. Der Academic Ellipsocurvex Chronomax Masters Chronograph Silver-Skeleton von Daniel Roth ist ein echtes Unikat. Die Herrenuhr, die nur in Kombination mit einem Lederarmband erhältlich ist, wurde in diesem Fall mit einem Goldarmband von Breguet ausgestattet.

Ein Modell der absoluten Spitzenqualität kommt mit der Langematik Perpetual Platin Ref.310.025 von A. Lange & Söhne zum Aufruf. Die hochfeine Uhr im Platingehäuse zeigt nicht nur die Uhrzeit und das Datum an, sondern verfügt auch über einen Ewigen Kalender mit Mondphase und Anzeige der Schaltjahre.

Klassich oder extravagant? Diese Frage stellt sich bei den folgenden beiden Ringen, die in der Schmuckauktion am 6. Mai zum Aufruf kommen. Sehen sie auch gänzlich unterschiedlich aus, haben sie eines gemeinsam: Jeder Ring ist eine unikate Handarbeit.

Der klassische Weißgoldring wurde um 1960 vom Dresdner Hofjuwelier Rösner angefertigt. 20 Brillanten umgeben einen hervorragenden dunkelblauen Ceylon-Saphir von 42 ct. Der Designerring auf der rechten Seite verfügt über eine naturalistisch gestaltete Ringschiene aus Gelbgold. In Weißgold gefasst sind zwei miteinander verbundene ungeschliffene Smaragde von zus. ca. 80 ct.

Eine undeutliche Herstellerpunze weist dieses schöne Schlangenarmband als mögliches Erzeugnis von Fabergé aus. Die Goldpunze und die kyrillische Meistermarke belegen jedoch in jedem Fall die russische Herkunft. Das bewegliche Armband ist in 19 Elemente gegliedert, den Schlangenkopf zieren Diamantrosen sowie blau-weißes Guilloche-Emaille.

Die Versteigerungen im Auktionshaus Cortrie beginnen an beiden Tagen um 16:30 Uhr. Jeweils vorher von 13-16 Uhr können alle Objekte im Auktionshaus in Augenschein genommen werden. Oder Sie entdecken beide Kataloge gleich hier bei Barnebys.

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