Im Katalog zur Auktion des Nürnberger Auktionshauses Weidler waren mehrere Objekte aufgeführt, die aus Hitlers Privatbesitz stammen sollen, darunter eine Meissen-Vase und ein Korbstuhl mit Hakenkreuz-Armlehne. Außerdem dabei: 63 Gemälde, die von Hitler selbst gemalt worden sein sollen und die Signaturen „A.H.“ oder „A. Hitler“ tragen.

Die Meissen-Vase mit einer Darstellung der ersten "Gorch Fock" wurde vorab der Auktion auf 5.500 Euro geschätzt Die Meissen-Vase mit einer Darstellung der ersten "Gorch Fock" wurde vorab der Auktion auf 5.500 Euro geschätzt

Noch vor der Auktion wurden jedoch Zweifel an der Echtheit dieser Werke laut, sodass sie von der  Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth beschlagnahmt wurden. Allgemein stieß das Angebot der Auktion auf Ablehnung, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly bezeichnete den Katalog als „schlechten Geschmack“. Die Verbreitung von NS-Symbolik ist in Deutschland gesetzlich verboten, außer in pädagogischen oder historisch-relevanten Zusammenhängen.

Die 63 beschlagnahmten angeblichen Hitler-Werke sollten am 9. Februar sowie in einer weiteren Auktion versteigert werden. Nun sind sie erst einmal Gegenstand einer Echtheitsprüfung wegen „Verdachts auf Fälschung von Dokumenten und Betrugsversuchs“.

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Immer wieder gelangen mit einer Hitler-Signatur versehene Werke, die Kunstexperten als höchsten mittelmäßig beschreiben, auf den Sekundärmarkt. Bereits 2015 hatte das Auktionshaus Weidler 12 Bilder Hitlers für insgesamt 400.000 Euro versteigert. Die Bieter stammten aus Deutschland, China, Brasilien, Frankreich und den Emiraten. Ob tatsächlich pädagogische oder historisch-relevante Gründe hinter den Käufen steckten, sei dahingestellt.