Paretski veranstaltet im November zwei Terminauktionen, für die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes online oder schriftlich Gebote abgegeben werden dürfen. Zunächst ist die Weinauktion zu nennen, die am 16. November beginnt. Die Zuschläge erfolgen am 23. des Monats. Einen Tag später (17. November) beginnt eine Versteigerung mit russischer Kunst und Sammlerstücken aus der Sowjetzeit. Die Zuschläge für diese Auktion erfolgen am 24. November. Die Objekte werden etwa eine Woche vor der jeweiligen Auktion in der Hannah-Arendt-Straße in Berlin-Mitte ausgestellt und können besichtigt werden.

Sehen Sie nun jeweils sechs Highlights aus beiden Versteigerungen. Nähere Informationen erhalten Sie, wie üblich, durch das Anklicken der Bilder.

Für seine Weinauktion hat das Auktionshaus Paretski einige hervorragende Tropfen zusammengetragen. Eine erste Klassifizierung für Weingüter gab es für die Weinbauregion rund um Bordeaux anlässlich der Weltausstellung 1855 (Grand Cru Classé). Grand Cru bedeutet wörtlich "großes Gewächs" und stellt ein bedeutendes Qualitätsmerkmal dar. Vor allem auf der Médoc-Halbinsel sind einige der besten Weingüter zu finden, die als Premier Grand Cru eingestuft wurden. Dies umfasst Château Lafite-Rothschild, Château Margaux, Château Latour sowie Château Haut-Brion, die allesamt mit hervorragenden Jahrgängen in der Auktion vertreten sind.

Ein modernes Bewertungssystem für Weine wurde vom amerikanischen Weinkritiker und -autor Robert Parker entworfen. Seine Erkenntnisse hat Parker vor allem in seinem Buch "Parkers Wein-Guide" zusammengefasst. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit französischen, italienischen und amerikanischen Weinen. In jüngerer Zeit kommen auch vermehrt deutsche, australische und spanische Weine hinzu. Parkers oberste Bewertung sind 100 Punkte. Viele Weine der Auktion sind mit 90 und mehr Punkten von ihm bewertet worden, allen voran unser erstes Beispiel, der Masseto 2010, der 98 Punkte für sich verbuchen konnte.

Wie vollzieht man am besten einen eleganten Übergang von einer Weinauktion zu einer Auktion mit Ikonen? Die Antwort lautet selbstverständlich "Eucharistie"! Die Eucharistie ist in der katholischen und evangelischen Kirche auch als heilige Kommunion oder Abendmahl bekannt: Brot und Wein werden als symbolische Vertreter für den Leib und das Blut Christi von den Gläubigen konsumiert, um so dem Sterben und der Auferstehung Christi zu gedenken. Zudem ist es eine Wiederholung des letztem Abendmahls, welches Jesus am Vorabend seiner Gefangennahme mit seinen Jüngern abhielt.

In der orthodoxen Ostkirche, wo Ikonen nach wie vor eine zentrale Rolle spielen, wird das Abendmahl "Göttliche Liturgie" genannt und folgt dem byzantinischen Ritus. Hierbei gehen die Gläubigen davon aus, dass das Brot und der Wein tatsächlich Blut und Leib Christi sind. Es wird auf Wandlungsworte, wie z.B. "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!" sowie "Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird." (Lukas 22, 19-20) verzichtet.

Heutzutage sind vier verschiedene Liturgieformulare in Gebrauch. Die älteste ist die heilige und göttliche Liturgie des hl. Vaters Jakobus, die in frühen christlichen Gemeinden angewendet wurde, dann aber von den beiden Folgenden verdrängt und erst Anfang des 20. Jahrhunderts wieder häufiger wurde. Die heilige und göttliche Liturgie Basilius des Großen wird vor allem an hohen Festtagen zelebriert. Die gebräuchlichste Form ist die heilige und göttliche Liturgie des Johannes Chrysostomos. Dann existiert noch die Liturgie der vorgeweihten Gaben (Präsanktifikaten-Liturgie), die vor allem während der Fastenzeit Anwendung findet.

Während die ersten beiden Ikonen unserer kleinen Auswahl Einzeldarstellungen des alleinherrschenden Christus und Johannes des Kriegers zeigen, stellen die übrigen vier Szenen oder Begebenheiten aus biblischem oder christlichem Kontext dar. Oben sehen Sie eine Ikone mit der Verkündigung des Herrn: Der Erzengel Gabriel berichtet Maria, dass sie den Sohn Gottes durch den Heiligen Geist empfangen wird.

Mariä Schutz und Fürbitte ist ein hohes Fest der orthodoxen Kirche im Oktober, bei dem der Gottesmutter als Schutzheilige und Fürsprecherin gedacht wird.

Diese Ikone zeigt gleich mehrere Begebenheiten aus dem Leben des Heiligen Nikolaus. Die kleinen Bilderszenen mit seinen Wundertaten umrahmen das Portrait des Heiligen in der Mitte. Nikolaus ist einer der bekanntesten Heiligen, dessen Gedenktag sowohl in der westlichen als auch in der östlichen Kirche gefeiert wird.

Der geflügelte Erzengel Michael ist auf dieser Ikone im Kampf gegen Satan dargestellt. Satan krümmt sich als Mischwesen aus Mensch und Drache zu seinen Füßen, während eine Lanze ihn durchbohrt. Wie es in der Ikonographie des Erzengels üblich ist, spielt sich diese Szene auf einer Wolke ab. Satan wird in die Hölle gestoßen. Ebenso wird es auch den Sündern ergehen. Über deren Schicksal entscheidet ebenfalls der Erzengel Michael in seiner Funktion als Seelenwäger. 

Entdecken Sie alle weiteren hochinteressanten Objekte aus den beiden kommenden Auktionen von Paretski hier.