Waffenschmiedekunst vom Feinsten bei Hermann Historica

Die Herbstauktion von Hermann Historica, der 71. Auktion des Münchner Spezialauktionshauses, besticht mit einmaligen Belegen aus Antike und Mittelalter, ausgewählten phaleristischen Sensationen und einzigartigen Erinnerungsstücken europäischer Herrscherhöfe.

Waffenschmiedekunst vom Feinsten bei Hermann Historica

Vom 27. Oktober bis zum 07. November kommen rund 7300 teils überaus seltene Sammlerobjekte aus allen Themengebieten der Hermann Historica oHG – Antiken, Alte Waffen, Kunsthandwerk, Jagdliches, Orden sowie historische und militärgeschichtliche Objekte – in München zur Versteigerung.

Im Angebot der frühen Bronzehelme finden sich erneut wahre Raritäten. In ausgezeichnetem Zustand präsentiert sich ein Meisterwerk der archaischen Schmiedekunst, ein urnenfeldzeitlicher bronzener Kammhelm, der im zwölften bis elften Jahrhundert vor Christus gearbeitet wurde. Sehr selten und bestens erhalten kann der charakteristische,spätbronzezeitliche Helm ab 28.000 Euro ersteigert werden.

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Ein vollständig erhaltener, römischer Marmorgrabstein mit detailreicher Darstellung eines bewaffneten Mannes aus dem dritten Jahrhundert nach Christus ist eines der Highlights des Antiken-Kataloges. Lässt sich zunächst die Grabstätte eines Soldaten vermuten, weisen Details des Reliefs eher in Richtung eines „venators", eines professionellen Jägers, der bei Tierhatzen in der Arena auftrat. 35.000 Euro muss für dieses beredte Stück antiker Geschichte aufgebracht werden.

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Unter den kostbaren, aufwändig gearbeiteten Wunderkammerobjekten besticht eine reich vergoldete, gravierte und signierte Michel Man-Miniaturkassette mit schönem zeitgenössischem Dekor. Um 1600 in Nürnberg gefertigt, zeigt das bedeutende, zierliche Kleinod auf dem Deckel Darstellungen von Maria mit Josef und auf den Wandungen Apostel-Portraits. Mindestens 7.500 Euro muss das Kästchen in herausragender Qualität einem Bieter wert sein.

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Ein ebenso prächtiges wie eindrucksvolles gotisches Schwert aus der Schlacht von Castillon (1453) überzeugt mit einer sehr breiten, kräftigen, sich gleichmäßig zur Spitze hin verjüngenden, zweischneidigen Stoßklinge mit leichtem Mittelgrat.Nur rund 80 erhaltene mittelalterliche Schwerter sind für den Kampfschauplatz Castillon-la-Bataille dokumentiert. Das hier vorliegende gilt als eines der schönsten der Gesamtgruppe überhaupt und kann ab 35.000 Euro eine neue Sammlung bereichern.

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Aus den Händen eines kunstfertigen, mittelalterlichen Plattners, sehr schön auch ein spätgotischer Rennhut aus dem 15. Jahrhundert. Um 1490 vermutlich in Innsbruck einteilig geschmiedet, wird der Helm mit einer Taxe von 15.000 Euro aufgerufen. Der seltene Turnierhelm, speziell für das Plankengestech entwickelt, beeindruckt durch eine schwere massive Verarbeitung, die bei Treffern die Lanzenspitzen abgleiten ließ und so die Wucht des Aufpralls minderte.

299974028
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Die Vielfalt und Qualität des Angebots an Losen aus Afrika, dem osmanischen Reich, Indien sowie Japan und China ist auch in diesem Herbst wieder überzeugend. Mit einem Griff aus schwerem, teilvergoldetem Silber mit reichem geschnittenen und niellierten Dekor, präsentiert sich in kostbarster Verarbeitung eine auf 1913 datierte Prunkschaschka. Der Knauf als plastischer Pferdekopf gestaltet, kommt das einmalig schöne Stück aus Dagestan mit einer Taxe von 9.000 Euro zur Auktion.

httpwww.hermann-historica.dedb2_deonlinekatalogeneu.html
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Eine überlebensgroße Büste des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Abraham Lincoln (1809 - 1865), besticht unter den Losen aus den USA. Das Werk des aus Deutschland emigrierten Professors Joseph Kapfenberger (1882 - 1974)entstand 1939. Auf dem Sockel der auf 12.000 Euro taxierten Bronzebüste, findet sich die Signatur des Künstlers sowie das berühmte Zitat aus Lincolns zweiter Amtseinführungsrede, "with malice towards none, with charity for all".

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Mit unvergleichlichen Silberhumpen können feinste Silberwaren in exzellenter Verarbeitung und mit namhafter Herkunft angeboten werden. Besonders ausgefallen, ein Humpen in Form eines Holzfasses, der dem Königlich Preußischen Oldenburgschen Infanterie Regiment Nr. 91 zum hundertjährigen Jubiläum von ihren Waffenbrüdern des Kaiserlich Russischen Infanterie Regiments Nr. 67 Tarutinsky überreicht wurde. Für ihn sind Gebote ab 28.000 Euro willkommen.

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Das persönliche Exemplar des Bruststerns zum Orden vom Schwarzen Adler 1842 von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819 - 1861), dem Ehemann von Königin Victoria von Großbritannien (1819 - 1901) ist ein Stück von unzweifelhaft musealer Bedeutung. Am 30. Januar 1842 war Prinz Albert von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen in den Ritterorden aufgenommen und mit dem höchsten preußischen Orden ausgezeichnet worden. Die phaleristische Sensation kann ab 10.000 Euro beboten werden.

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Von großer Seltenheit und einer exzellenten Qualität, wie sie kaum auf dem Markt zu finden ist, sind die Pistolenkästen in der Herbstauktion. Wahre Glanzstücke zeigen sich mit einem Paar Luxus-Scheibenpistolen vom Hofrüstmeister Carl Daniel Tanner in Hannover, die um 1840/50 gefertigt wurden. Fein gravierte und goldveredelte, ganzflächige Einlagen auf Schlössern und Garnituren unterstreichen die besondere Wertigkeit dieser auf 21.000 Euro taxierten Büchsenmacherarbeit.

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