Ein neues Kapitel der Versteigerungen der Collections Aristophil wird aufgeschlagen: Vom 1.-5. April versammeln sich die vier Auktionshäuser Aguttes, Artcurial, Drouot Estimations und Ader-Nordmann zu einer gemeinsamen Auktion in Paris, um in insgesamt acht Auktionen interessante Zeitdokumente und Kunstwerke zu versteigern.

Mit mehr als 130.000 Werken unterschiedlicher Herkunft gilt die Aristophil-Sammlung als eine der schönsten weltweit. Auch das nächste Kapitel ihrer Versteigerung wird vom Auktionshaus Aguttes geleitet, das sich ebenso um die Inventarisierung kümmert.

Am ersten Auktionstag werden um 14 Uhr Briefe und Schriften der größten Künstler der letzten beiden Jahrhunderte versteigert, die Einblick in deren Berufs- und Privatleben geben.

Mit dabei sind intime Briefe von Monet, Pissarro, Toulouse-Lautrec und Henri Rousseau, die sowohl rührende als auch amüsante Momente ihres Familienlebens und ihrer Freundschaften offenbaren. Interessant sind hier die Korrespondenzen zwischen Gauguin und Pissarro oder Kandinsky und Jawlensky.

Ebenso wird die Rolle des Kunsthändlers beleuchtet, insbesondere durch die Korrespondenzen, die Bellmer, Calder, Duchamp und Man Ray mit dem New Yorker Galeristen Julien Levy geführt haben.

Die Auktion ist die perfekt Einführung zu jener, die um 16:30 Uhr folgen wird und eine Reihe von Gemälden, Zeichnungen und Briefen der großen Künstler des Impressionismus und der Moderne im Angebot hat.

Laut der Auktionsleiterin Charlotte Reynier-Aguttes sind alle Zutaten für eine unvergessliche Auktion in diesem Katalog enthalten, sei es durch die Qualität der angebotenen Werke, ihre Provenienz oder ihre Seltenheit.

Mit dabei sind Werke so bedeutender Vertreter des Impressionismus un der Moderne wie Pissarro, Renoir, Henri Martin, Serge Férat, van Gogh, Picasso, Modigliani, Léger, Maurice Denis, Raoul Dufy und Henri Lebasque.

Am 2. April präsentiert Artcurial Schriften und Werke von Künstlern und Schriftstellern des 16.-20. Jahrhunderts.

Eines der Highlights ist hier Eugène Delacroix' grandioses England-Album mit Bleistiftstudien von London, der Themse und Greenwich, die die Anglomanie des Künstlers widerspiegeln.

Am 3. April sind um 14 Uhr Arthur Rimbaud, Paul Éluard und Francis Ponge die Stars der wiederum von Aguttes durchgeführten Auktion zum Thema Poesie und Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.

Bonne pensée du matin ist ein Gedicht Rimbauds, das dieser hier im Sommer 1872 in fünf Strophen niedergeschrieben hat. Rimbaud veröffentlichte es in der kleinen Gedichtsammlung Une saison en enfer.

Die Auktionen am 4. April sind thematisch anderen Seiten der Geschichte gewidmet. Es handelt sich um zwei Auktionen, die von Ader-Nordmann und von Aguttes durchgeführt werden.

Los geht es um 14 Uhr mit der Auktion von Ader-Nordmann, in der vor allem die Zeit der Französischen Revolution und die Napoleonische Epoche im Mittelpunkt stehen. Neben Briefen des ersten Kaisers der Franzosen wird auch ein Manuskript zu Les Aventures du jeune comte Potowski des Revolutionärs Jean-Paul Marat angeboten sowie einige der wenigen Schriftstücke seiner Mörderin Charlotte Corday.

Um 16:30 Uhr folgen bei Aguttes Briefe von bedeutenden historischen Persönlichkeiten und gekrönten Häuptern, darunter die französischen Könige Heinrich IV., Franz I. und Karl VII., die russischen Zarin Katahrina II. und die unglückselige Marie Antoinette.

Am letzten Auktionstag widmet sich Aguttes der Versteigerung philatelistischer Kuriositäten, die die Postgeschichte während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 und insbesondere des Pariser Hauptquartiers beleuchten.

In dieser Zeit wurden Briefe durch die Compagnie des Aérostiers und ihre "Ballons Montés" nach Paris transportiert. Mehrere dieser Briefe werden in der Auktion angeboten.

In der letzten Auktion steht Napoléon Bonaparte im Fokus. Versteigert werden ab 16:15 Uhr bei Drouot Estimations Werke, die das Leben und die Herrschaft des "Petit Caporal" während seiner Zeit als Konsul und dann als Kaiser beleuchten. Besonders hervorzuheben ist die originale und vor allem einzige offizielle Ausgabe des Code civil des français. Die außergewöhnliche Ausgabe in zwei Bänden wurde 1806 von der kaiserlichen Druckpresse in Paris auf Pergament gedruckt.

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