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Julius Schnorr von Carolsfeld Leipzig 1794 - 1872
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Über das Objekt

Julius Schnorr von Carolsfeld Leipzig 1794 - 1872 Dresden\nDie Erschaffung Adams Feder in Grau, grau laviert über Bleistiftvorzeichnung. 1807. 27,5 : 54,7 cm (reine Zeichnung), 29,0 : 56,0 cm (Blattformat), 44,3 : 58,5 cm (Unterlagepapier). Im Rand in brauner Feder mit »nach Michelangelo« und »1807« bezeichnet, auf dem Unterlagepapier mit »Julius Schnorr v. K. gez. alt 12 1/2 Jahr.« bezeichnet. Julius Schnorr von Carolsfeld erhielt bereits während seiner Schulzeit an der Leipziger Thomasschule, ebenso wie sein älterer Bruder, vom Vater, der Professor an der Kunstakademie in Leipzig war, Zeichenunterricht. Zu der 1804 bei Göschen erschienenen Ausgabe »Flaxmanns Umrisse zu Homers Iliade« hatten beide Söhne gemeinsam mit dem Vater Radierungen nach dem englischen Original beigesteuert. Und 1806, als Zwölfjähriger war Julius Schnorr erstmals an der Akademieausstellung in Dresden mit einem eigenen Werk »Huons Kampf mit dem Löwen« vertreten. - »Beteiligt war er auch an den Ausstellungen der Jahre 1807, 1808, 1810 und 1811, damals u.a. mit einer Federzeichnung zur >Sündflutnach Michelangelo. 1807< dokumentiert, daß es sich um die ursprüngliche historische Montierung handelt ... Beide Beschriftungen wurden wohl bereits im Hinblick auf die Einreichung zur Dresdner Akademieausstellung so ausführlich angebracht. Gerade Michelangelo war neben Carstens das von Vater Johann Veit am meisten propagierte Vorbild für Kunstschüler. Die Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle wurden seit ihrer Entstehung durch alle Epochen hindurch von Künstlern studiert, kopiert bzw. in Druckgraphik übertragen. Es ist anzunehmen, daß Schnorr nach einer druckgraphischen Vorlage, wahrscheinlich jener von Domenico Cunego (1726-1803) arbeitete. ... Cunegos graphische Interpretation des zentralen Bildfeldes an der Decke der Sixtinischen Kapelle stimmt in allen wesentlichen Zügen mit der Zeichnung Schnorrs überein und steht auch zeitlich der Entstehung der Schnorr'schen Interpretation nahe ... Beeindruckend an dieser frühen Zeichnung ist das enorme künstlerische Talent Schnorrs, das sich - über das bloße Kopieren hinausgehend - in ganz persönlichen Zügen der Interpretation vor allem in den Gesichtern der Gott Vater umgebenden Engel äußert. Hier finden sich bereits jene Gesichtstypen, die in Schnorrs selbständigen frühen Zeichnungen wiederkehren. Besonders hervorzuheben ist auch die detaillierte Schilderung der Pflanzen links im Vordergrund, die in der spezifischen Ausführung ebenfalls schon ganz bezeichnende Züge der späteren Schnorr'schen Zeichenkunst zeigen. Überzeugend ist auch die Virtuosität in der Verteilung der hellen und dunklen Lavierungen über den sorgsam gezeichneten Umrißlinien in Feder über Bleistift« (Cornelia Reiter, Wien in ihrer Expertise September 2010).Über Julius Schnorr von Carolsfeld herausragenden Rang als Zeichner bestand früh Einigkeit, Carl Georg Heise nannte ihn »einen der Besten des 19. Jahrhunderts überhaupt. Nicht zu Unrecht hat man ihn mit Ingres verglichen«, oder Bernhard Maaz (Ein weltbürgerliches Band - Idee Europa, S. 52, in: Blick auf Europa. 2007) »Sein Bestes aber gab er in der Zeichenkunst und in einigen frühen Gemälden, die voller Gläubigkeit sind, voller Glauben an die Lauterkeit der Kunst. Von der Luzidität der italienischen Renaissance inspiriert, von der Simplizität der altdeutschen Malerei überhaupt, suchte er eine Harmonisierung dieser Anregungen«.Mit einer Echtheitsbestätigung von Dr. Cornelia Reiter, Wien vom September 2010. (657)
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*Beachten Sie, dass der Preis nicht auf den aktuellen Wert umgerechnet wird, sondern sich auf den tatsächlichen Endpreis zum Zeitpunkt des Verkaufs des Objekts bezieht.

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