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24d 1hDESchmidt Kunstauktionen Dresden OHG

208 Max Uhlig "Bildnis Fr. U.". 1987.

208 Max Uhlig "Bildnis Fr. U.". 1987.

Öl auf Leinwand. U.re. signiert und datiert "Uhlig 87". Verso betitelt, nummeriert "18" und nochmals datiert. In einer weißen, aufgenagelten Schattenfugenleiste gerahmt. Provenienz: Nachlass Sammlung Reinhard Böttcher, Frankfurt am Main/Kapstadt; Galerie Alvensleben, München, 1988. Vgl. stilistisch: "Bildnis Lutz Wohlrab", Öl auf Leinwand, 1984, 147 x 116 cm, abgebildet in: Max Uhlig. Malerei, Arbeiten auf Papier, Druckgrafik. 34. Katalog der Galerie am Sachsenplatz. 1987. S. 14, KatNr. 17. "Ingeborg Ruthe [Journalistin und Kunsthistorikerin] sprach 2002 in der Berliner Zeitung von 'Porträtlandschaften' Uhligs: das Bildnis als zerklüftetes Terrain. Gleich eingangs zitiert sie auch den Maler selber, der ihr sagte: 'Für mich ist eine Sache interessant, wenn sie durch langes Anschauen fremd wird.' Diese offenkundig intendierte Fremdheit ist Zustand, und die Verfremdung ist Prozess. Sie finden in beiden Motivgruppen statt, sie schlagen die Brücke zwischen der Landschaft, den Köpfen […]. Dass Uhlig seine Bildnisse als 'Köpfe' bezeichnet, nicht als Porträts, wurde oft konstatiert. Dass er damit aber das ihm vor Augen stehende respektive Modell sitzende Individuum gleichsam verdinglicht und entpersönlicht, ist ein auffälliger Sachverhalt: Der Kopf ist Körperteil, ein Porträt aber enthält Seele. Diese verbalisierte Verdinglichung erscheint umso bemerkenswerter, als Uhlig relativ wenig stilllebenartig arbeitete […]. Max Uhlig schuf zwar Porträts, aber es geht ihm nicht vorrangig um Kenntlichkeit oder gar um die Aufdeckung seelischer Befindlichkeiten, Verhältnisse oder Zustände. Dafür fand er schon früh Legitimation bei den heimischen Künstlern, die sich von ihm darstellen ließen, bei Hermann Glöckner, Hans Jüchser, Hans Theo Richter und Willy Wolff." (zitiert nach Bernhard Maaz: Max Uhlig – den Faden wieder aufnehmen. In: Bernhard Maaz (Hrsg.): Max Uhlig Druck. Dresden 2012. S. 14f).

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