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Schiaparelli - Set

Schiaparelli - Set

USA, 1950er Jahre, 2-teilig, Collier und Ohrclips, gemarkt "Schiaparelli", goldfarben, vegetabile Formen, besetzt mit facettierten, hellblauen sowie Aurora Borealis-Schmucksteinen, Collier versehen mit Hakenschließe, teilweise Tragespuren, Lca.3-41,5cm Die gebürtige Italienerin Schiaparelli (1890-1973) wuchs in Rom auf. Sie war ein neugieriges, rastloses und fantasiebegabtes Kind. Sie kam nach London, um zu arbeiten, begegnete dort ihrem späteren Mann, dem Comte William de Wendt de Kerlor. Sie zogen nach New York, aber die Ehe war ein Mißerfolg, und sie war gezwungen, viele verschiedene Jobs anzunehmen, um sich über Wasser zu halten. 1922 schaffte sie es, mit ihrer Freundin Blanche Hays nach Paris zurückzukehren. Anfang 1928 hatte sie bereits in der Rue de la Pix 4 niedergelassen, und das Maison Schiaparelli wurde gegründet. Sie hatte mit allen Richtungen der Kunst ihrer Tage zu tun: dem Modernismus, dem Kubismus, dem Futurismus, der afrikanischen Kunst wie dem Art-deco-Design. Sie nahm all diese Einflüsse auf, und doch war sie eine große Schöpferin, waren ihre Ideen erfrischend originell und ihrer Zeit weit voraus. Jahr für Jahr kamen aufregende Neuerungen, die allmählich immer abenteuerlicher und fantasievoller wurden, und schließlich bewegte sie sich weiter und weiter auf das Surrealistische zu. Ihre Arbeit zog reiche und berühmte Kunden aus aller Welt. Nach 1936 wurden die Farben der Schiaparelli leuchtender und kräftiger. Sie waren voll elektrisierender Dramatik und funkelten in allen Regenbogenfarben. Nach dem Krieg war der träumerisches Surrealismus verschwunden und der Schmuck wurde einfacher, konventioneller und figürlicher. In den fünfziger Jahren wurden die Schmuckstücke von Schiaparelli, in Lizenz in den Vereinigten Staaten hergestellt. Die Stücke in den 50er Jahren werden deutlich zierlicher, fast lieblich, ohne jedoch ihre Eigenwilligkeit und Originatlität zu verlieren. Ein besonderes Merkmal ihrer Schmuckentwürfe in den 50er Jahren sind die unregelmäßig geformten, opalisierenden Glassteine, die eine matte, leicht „schrumpelige“ Oberfläche besitzen.Auch wenn die Formen ihrer Colliers, Armbänder und Ohrclips nicht den Rahmen des Konventionellen sprengen, ist doch in diesen Details, den ungewöhnlichen Steinen und ihrer verblüffenden Kombination noch etwas vom surrealistischen Geist der 30er Jahre zu spüren. Quellen: Renate Möller: Modeschmuck aus drei Jahrhunderten, 1996, Vivienne Becker: Modeschmuck im Wandel der Zeit. Strass, Phantasieschmuck und Imitationen, 1991

Schätzpreis:€150

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