Barnebys' Diamantenguide

Wenn es um Diamanten geht, gibt es eine enorme Menge an Faktoren, die den Wert seines solchen bestimmen. Farben, Gewicht und Schnitte werden mit unterschiedlichen Namen und Zahlen bezeichnet, bei denen man schnell den Überblick verlieren kann. Hier bei Barnebys können Sie nun zum Diamantenexperten werden!

Barnebys' Diamantenguide

Farbe

Spricht man bei Diamanten von ihrer Farbe, sind zwei unterschiedliche Dinge gemeint. Zum einen geht es um die Farbe der klassischen, farblosen Diamanten. Das klingt erst einmal unlogisch. Jedoch können die "normalen" weißen Diamanten bis ins Gelbliche gehende Tönungen aufweisen und dennoch als farbloser Diamant bezeichnet werden. Gewünscht, und damit natürlich auch auch am teuersten, sind die vollkommen farblosen weißen Diamanten. Die Skala dafür beginnt mit den Buchstaben D-F für die Kategorie "farblos", gefolgt von G-H für "beinahe farblos", I-J für "leicht getönt", K-M für "getönt" und schließlich N-Z für "deutliche Tönung", wobei die Unterteilungen variieren können.

Farbgrade von weißen Diamanten | Abb.: royaldiamanten.de
Farbgrade von weißen Diamanten | Abb.: royaldiamanten.de

Und dann sind da noch jene Diamanten, die tatsächlich eine (erwünschte) Farbe aufweisen, die sogenannten "Fancy Diamonds". Diese gibt es in allen möglichen Farben, von Rosa und Rot bis Gelb und Blau. Hier gilt: Je höher die Farbintensität, desto wertvoller der Stein. Da Farbdiamanten eher selten sind, ist ihr Wert normalerweise höher als der von farblosen Diamanten.

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Karat

Mit Karat wird sowohl die Maßeinheit für den Feingehalt von Gold als auch die Maßeinheit für das Gewicht von Diamanten bezeichnet. Bei letzterem handelt es sich genau gesagt um das metrische Karat, das sich ursprünglich vom Gewicht eines getrockneten Samens des Johannisbrotbaums ableitet. Kann man denn nun davon ausgehen, dass die Regel gilt "je höher das Karat, desto höher der Wert"? Nicht unbedingt. Vor allem bei Farbdiamanten wird die Farbintensität höher bewertet, als das Gewicht des Steins.

Reinheit

Mit einer Lupe können Sie die Anzahl der Einschlüsse, Hohlräume und Kratzer in einem Diamanten messen. Wie bei der Farbintensität gibt es auch hier eine Skala, die den Grad der Reinheit bestimmt. Treffen Sie auf einen Diamanten mit der Bezeichnung IF "flawless", können Sie davon ausgehen, einen sehr wertvollen Stein vor sich zu haben, bei dem es nicht einmal mit der Lupe möglich ist, irgendwelche Einschlüsse oder Verunreinigungen zu finden. Die mangelhafteste Kategorie ist PI, bei der Einschlüsse bereits mit bloßem Auge erkennbar sind, die die Brillanz deutlich mindern können.

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Schliff

Der Diamant ist das härteste Material auf diesem Planeten und somit schwierig in Form zu bringen. Möchte man einen Diamant den gewünschten Schliff verleihen, benötigt man einen anderen Diamanten. Diese Arbeit kann nur von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden, denn der richtige Schliff kann den Wert eines Diamanten erheblich steigern. Jeder Rohdiamant ist einzigartig, und man braucht schon ein geübtes Auge, um den jeweils richtigen Schliff bereits im Vorfeld erkennen zu können. Der falsche Schliff kann einen Diamanten nachhaltig ruinieren und dann spielen auch Reinheit und Farbe keine Rolle mehr.

Natürlich wird auch die Qualität des Schliffs in unterschiedliche Kategorien eingeteilt: "Sehr gut", "Gut", "Mittel" und "Gering".

Werfen wir nun einen Blick auf die vielen Schliffe, die im Bereich der Diamantenveredelung Anwendung finden.

Schliffformen | Abb.: juwelierschumacher.de
Schliffformen | Abb.: juwelierschumacher.de

Navette

Der Navette-Schliff wird auch als Marquise-Schliff bezeichnet, ein Name, der auf die Marquise de Pompadour zurückzuführen ist. Der Schliff entstand im 18. Jahrhundert, als der französische König Ludwig XV. einen Diamanten haben wollte, dessen Form ihn an den Mund seiner offiziellen Maitresse, eben jene Marquise de Pompadour, erinnern sollte.

Brillant

Der Brillant-Schliff ist der häufigste Diamantschliff überhaupt. Seine runde Form hebt wie keine andere das Reflexionspotenzial eines Diamanten hervor und bringt so auch den kleinsten Stein zum funkeln. Fast 70% aller geschliffenen Diamanten sind Brillanten.

Tropfen- oder Birnen-Schliff

Der Tropfen- oder Birnen-Schliff hat eine halbrunde Form mit spitzem Ende. Man könnte ihn auch als eine Mischung aus Brillant und Navette bezeichnen.

Rosen-Schliff

Der Rosen-Schliff verfügt über eine flache Rückseite mit gewölbter Oberfläche, die dreieckige Facetten aufweist. Die Anzahl der Facetten liegt zwischen 3 und 24 Stück, was dem Stein das Aussehen einer Rosenknospe verleiht - daher der Name. Der Rosen-Schliff gehört zu den ältesten Schliffen überhaupt und war vom 16. bis 19. Jahrhundert sehr verbreitet.

Baguette-Schliff

Das französische Wort Baguette bedeutet "Stäbchen" oder "Stöckchen", und wie sein gebackener Namensvetter, fällt auch dieser Schliff durch seine längliche Form ins Auge. Die große Facette auf der Längsseite des Steins verlangt nach großer Reinheit, sodass dieser Schliff bei großen Diamanten nur selten anzutreffen ist.

Oval-Schliff

Der Oval-Schliff ist eine Art Mischung aus Brillant, Tropfen und Baguette. Er ist länglich, hat zwei gerundete Enden und reflektiert Licht hervorragend. Der Schliff ist noch recht jung, er entstand in den 1950er Jahren und wurde sofort sehr populär. Vermutlich weil er, auf einem Ring montiert, einen Finger länger wirken lässt, als er tatsächlich ist.

Princess-, Carré- und Kissen-Schliff

Diese drei Schliffe haben eine quadratische Form gemeinsam. Während der Princess- und der Carré-Schliff jedoch spitze Ecken haben, weist der Kissen-Schliff abgerundete auf. Er war gegen Ende des 19. Jahrhunderts populär und erlebt gerade eine Renaissance, auch wenn er einen Diamanten weniger funkeln lässt, als so manch anderer Schliff.

Cabochon

Der Cabochon ist ein Stein, der ohne Facetten geschliffen wurde. In der Regel hat er eine flache Rückseite und eine gewölbte Vorderseite. Während er bei Farbsteinen wie Saphiren einen schönen Effekt hervorheben kann ("Sternensaphire"), kommt er bei Diamanten eher bei Steinen von geringer Reinheit zum Einsatz.

Smaragd-Schliff

Der Smaragd-Schliff weist wie der Baguette-Schliff eine rechteckige Form auf, jedoch mit abgeschnittenen Ecken. Seine Besonderheit liegt in den länglichen Facetten an der Unterseite sowie den treppenförmig angeordneten Facetten an den Rändern.

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