Die Uhren und Zeitmesser von Heuer (seit 1985 TAG Heuer) sind seit geraumer Zeit eng mit dem Sportgeschehen auf der ganzen Welt verbunden. Dies ist besonders im Bereich der Formel 1 der Fall, für die das Unternehmen zwischen 1992 und 2003 die Zeitmessgeräte stellte. Das erste Patent für eine Stoppuhrfunktion meldete Heuer bereits 1882 an.
Doch auch im Bereich des Segelsports kamen und kommen die sehr präzisen Uhren von Heuer zum Einsatz. 1968 präsentierte Heuer seine erste speziell für Segelrennen konzipierte Armbanduhr, der passende Name lautete Skipper. Anlass für den Launch war der Sieg der Rennyacht Intrepid beim America's Cup von 1967. Heuer hatte die Mannschaft und das Segelboot für das Rennen mit verschiedenen Zeitmessern ausgestattet.

Die ersten Skipper-Chronometer erhielten ein metallblaues Zifferblatt mit separater Sekunden- und 15-Minuten-Startanzeige für Segler. Für die Farbgestaltung mit dunkelgrünen, türkisen und orangeroten Elementen orientierte man sich an der Farbe der Intrepid, die ein türkis gestrichenes Deck hat. In seiner ersten Auflage von 1968, die vermutlich 300 bis 400 Exemplare umfasste, wurde der Skipper-Chronometer im Gehäuse der seit 1964 von Heuer produzierten Carrera-Serie auf den Markt gebracht (Ref. 7753), das Uhrwerk stammte vom Schweizer Hersteller Valjoux (Cal. 7730). Anschließend wechselte man bei Heuer zu dem für den Wassersport besser geeigneten Gehäuse der Autavia-Serie.
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Die erste Auflage der Skipper wurde nie in einem Katalog von Heuer aufgeführt und geriet irgendwann wohl einfach in Vergessenheit. Dies führte 2008 zu einigem Erstaunen bei den geladenen Gästen der Eröffnung des TAG Heuer Museums in La Chaux-de-Fonds, die sich dort plötzlich mit einer ihnen völlig unbekannten Armbanduhr konfrontiert sahen – und das, obwohl es sich vor allem um TAG Heuer-Sammler und langjährige Kunden handelte (noch heute ist das Museum – auf Anfrage – vor allem für diesen Personenkreis zugänglich).
Einer der Anwesenden war Vintage-Heuer-Sammler und -Experte Jeff Stein, der das Erlebnis auf der Uhrensammler-Website hodinkee.com schildert und weitere Informationen liefert, beispielsweise, dass schon bald nach der Wiederentdeckung der ersten Skipper im Carrera-Gehäuse in der Community der Heuer-Sammler ein Spitzname geboren wurde: Skipperera.
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Von der Skipperera sind heute nur noch zwanzig Exemplare bekannt. Diese Tatsache und der außergewöhnliche Look des Chronometers haben in den vergangen Jahren zu hohen Preisen auf dem Auktionsmarkt geführt. Der höchste konnte 2018 bei Bonhams in London erzielt werden, als ein Exemplar für 65.000 GBP (81.250 GBP inkl. Aufgeld) versteigert wurde.




